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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz: Umsetzung im Hilfsmittelbereich


Autor/in:

Grienberger, Carla


Herausgeber/in:

IKK-Bundesverband


Quelle:

Die Krankenversicherung, 2007, 59. Jahrgang (Heft 4), Seite 118-119, Berlin: Schmidt, ISSN: 0301-4835


Jahr:

2007



Abstract:


Durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) können Versicherte nur noch durch die Übernahme von Mehrkosten zwischen Hilfsmittelanbietern wählen, grundsätzlich müssen sie Vertragspartner der Krankenkassen in Anspruch nehmen. Dies ist eine Folge des im Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) etablierten Ausschreibungsinstruments. Demnach stehen den Ausschreibungsgewinnern vergaberechtliche Exklusivverträge zu und eine kassenrechtliche Zulassung wird aufgehoben.

Aufgabe der Krankenkassen wird es in Zukunft sein, eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung sicherzustellen. Verträge sind zunächst durch die öffentliche Ausschreibung zu schließen, sind jedoch keine Verträge vorhanden, wird eine einzelfallabhängige Vereinbarung getroffen.

Die gesetzlichen Änderungen haben keine Auswirkungen auf bestehende Verträge. Die Krankenkassen werden ihre Aktivitäten allerdings auf die Bereiche richten müssen, wo Verträge fehlen oder nicht ausreichend vorhanden sind, und dies über Ausschreibungen erreichen. Ist bei einer Versorgung ein hoher Dienstleistungsanteil notwendig, kann von einer Ausschreibung abgesehen werden. In diesem Fall ist die Vertragsabsicht in geeigneter Weise bekannt zu machen.

Die Versicherten müssen über die Leistungserbringer, die zur Versorgung berechtigt sind, informiert sein. Gesetzlich ist nicht festgelegt, wie diese Informationen zu erfolgen haben. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz erweitert die Handlungsspielräume der Krankenkassen, wobei diese stets für einen echten Wettbewerb sorgen müssen. Die neuen Instrumente sollten von allen Beteiligten vernünftig eingesetzt und ein offener Dialog zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern hergestellt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Krankenversicherung
Homepage: https://www.krvdigital.de/inhalt.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0165/0018


Informationsstand: 29.06.2007

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