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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fehlzeiten dauerhaft senken


Autor/in:

Ochs, Ulrich


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Personalmagazin, 2009, Heft 3, Seite 20-22, Freiburg im Breisgau: Haufe, ISSN: 1438-4558


Jahr:

2009



Abstract:


Praxis. Betriebliche Eingliederung sehen viele als lästige Pflicht. Die Currenta dagegen nutzte sie zum Aufbau ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Wenn Mitarbeiter länger oder wiederholt krankheitsbedingt fehlen, sind die Arbeitgeber seit 2004 verpflichtet, diese Mitarbeiter bei der Überwindung der Arbeitsunfähigkeit zu unterstützen und zu beraten. Currenta, Betreiber eines Chemieparks, nutzte diese Pflicht der betrieblichen Eingliederung zum Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Zwei Drittel der Belegschaft von Currenta ist im Alter von 40 bis 54 Jahre. Ab einem Alter von 45 steigt die Zahl der häufig Erkrankten deutlich an.

Ein weiterer Punkt für den Aufbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist der härter werdende Wettbewerb, dazu gehören steigende Kosten, erhöhter Leistungs- und Zeitdruck und eine dünne Personaldecke, die Mitarbeiterausfallzeiten schwer ausgleichen kann.

Die Gesetzesänderung rückt die krankheitsbedingten Fehltage in die Mitverantwortung des Unternehmens. Dabei dürfen keine Ängste aufkommen, zum Beispiel soll das betriebliche Eingliederungsmanagement nicht als disziplinarisches Instrument angesehen werden. Um dies zu verhindern führt die ärztliche Abteilung bei Currenta das Eingliederungsmanagement durch.

Bei mehr als 42 krankheitsbedingten Ausfalltagen wird der Mitarbeiter eingeladen und es wird mit dem Arzt beraten, wie eine mögliche Hilfe aussehen könnte. Der Vorteil hierbei ist, dass das Gespräch unter ärztlicher Schweigepflicht unterliegt. Bei Currenta wird das betriebliche Gesundheitsmanagement positiv angenommen. Ein Drittel der Mitarbeiter mit hohen Fehlzeiten hat das Beratungsangebot angenommen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Eingliederungsfälle wiederholt hohe Fehlzeiten aufweisen.

Von den chronisch Kranken haben mehr als die Hälfte Rücken- und Gelenkbeschwerden, psychische Erkrankungen und Herz-/ Kreislaufprobleme. In einem Qualifizierungsseminar werden Handlungsanleitungen für Führungskräfte gelehrt, damit diese gesundheitsgerecht die Mitarbeiter leiten können. Auch die Zusammenarbeit mit der Gesetzlichen Krankenversicherung pronovaBKK trägt zum Erfolg des betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Currenta bei. Es wurde zum Beispiel ein Vertrag zur integrierten Versorgung von orthopädischen Erkrankungen vereinbart. Seit 2006 konnten von 1. 400 betroffenen Mitarbeiter 600 erfolgreich wieder in den Betrieb eingegliedert werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Personalmagazin
Homepage: https://www.haufe.de/personal/zeitschrift/personalmagazin/ja...

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Referenznummer:

R/ZS0168/7038


Informationsstand: 31.03.2009

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