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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Herz- und Kreislauferkrankungen


Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe durch berufliche Rehabilitation


Autor/in:

Wienhues, Jens


Herausgeber/in:

Bundesagentur für Arbeit (BA)


Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, Online-Ressource, 2004, Stand: April 2004


Jahr:

2004



Abstract:


Herz- und Kreislauferkrankungen: Durch den Einsatz von modernen chirurgischen Maßnahmen bei Verengungen der Arterien (Stenosen), Herzklappen- und -scheidewanddefekten ist der Anteil herzkranker Jugendlicher in den letzten Jahren rückläufig geworden. Bei inoperablen Herzkrankheiten und vielfach auch nach erfolgreichen Operationen (Herzmuskelschwäche durch vorhergehende Überlastung, Herzinsuffizienz) resultiert eine erhebliche Leistungsverminderung im körperlichen Bereich, die sich indirekt auch auf die geistige Leistungsfähigkeit (Konzentration, Ausdauer) auswirkt. Herzkranke Jugendliche fallen oft durch ihr müdes und blasses Aussehen auf und bewirken damit eine ihrer Erkrankung adäquate soziale Reaktion.

Ihr ruhiges, oft träge erscheinendes Verhalten ist ein unbewusster natürlicher Schutz gegen Überlastungen ihres Kreislaufsystems. Körperliche Anstrengungen, kurzfristige Höchstleistungen, größere Hitze, Temperaturwechsel, Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffmangel aber auch andauernde Konzentration führen oft kurzfristig zu Leistungseinbrüchen bis hin zur Ohnmacht und langfristig zur Verschlechterung der Gesamtkonstitution. Gerade bei männlichen Jugendlichen findet sich nicht selten ein Auflehnen gegen die Erkrankung, welche dann zu Zusammenbrüchen und bedenklicher Langzeitprognose führen kann. Wegen des großen Schonungsbedürfnisses und ihrer körperlichen Leistungseinschränkungen besuchen viele herzkranke Jugendliche die Schule für Körperbehinderte.

Herz- und Kreislauferkrankungen im Erwachsenenalter haben ähnliche Auswirkungen. Körperlich anstrengende Berufe oder solche, bei denen andauernde Konzentration erforderlich ist, können nicht mehr ausgeübt werden, was häufig mit erheblichen finanziellen Einbußen gekoppelt ist. Die psychischen und sozialen Folgen der Erkrankung überwiegen nicht selten die körperlichen, was seinerseits die Grunderkrankung durch vermehrten Stress verschlimmern kann.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Informationen zur beruflichen Rehabilitation bei Inneren Krankheiten | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesagentur für Arbeit (BA)
Homepage: https://www.arbeitsagentur.de/veroeffentlichungen/veroeffent...

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Referenznummer:

VT0015


Informationsstand: 24.04.2007

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