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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen Fräser in der Produktion

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt als Zulieferbetrieb Maschinenteile her.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Handbehinderung. Aufgrund der Schwerbehinderung kann er Lasten, Werkzeuge und Vorrichtungen nur noch sehr eingeschränkt handhaben, greifen, halten und tragen.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist ausgebildeter Zerspanungsmechaniker bzw. Fräser und arbeitet bei seinem Arbeitgeber in der Produktion im Zweischichtbetrieb.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Fräser arbeitet im Produktionsbereich an einer Portalfräsmaschine. Im Rahmen seiner Tätigkeit muss er den Hallenkran bedienen, um die großen und schweren Werkstücke auf dem Tisch der Maschine ablegen zu können. Als Anschlagmittel dienen dazu Ketten. Nach dem Ablegen der Werkstücke auf dem Maschinentisch, spannt er die Werkstücke auf dem Tisch mit Schrauben über Spannelemente fest und die Fräswerkzeuge (Messerkopf-Fräser) mit Hilfe eines verlängerten Sechskantschlüssels in die Werkzeugspindel ein. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten kontrolliert der Fräser die Maße an den Werkstücken mit einem Messschieber. Am Ende der Bearbeitung löst er die Werkstücke wieder und setzt sie mit dem Kran auf Paletten ab. Behinderungsbedingt beanspruchen diese Arbeiten den Mitarbeiter so stark, dass eine weitere Ausübung nicht mehr möglich ist.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der mit zwei Händen zu bedienende alte Hängetaster zur Steuerung des Hallenkrans wurde durch einen neuen Hängetaster ersetzt, der mit nur einer Hand bedient werden kann. Mit der zweiten Hand musste früher ein Knopf zum Entriegeln gedrückt werden. Die bisher als Anschlagmittel benutzten schweren Ketten wurden durch leichte Rundschlingen mit der entsprechenden Tragkraft ausgetauscht. Zum Festspannen der Werkstücke auf dem Maschinentisch werden Hydraulikspanner eingesetzt. Das Einschrauben der Fräswerkzeuge bzw. Messerkopf-Fräser in die Werkzeugspindel erfolgt nun mit Hilfe eines leichten pneumatischen Schraubers. Um das Spannen der Fräswerkzeuge in die Spannfutter nicht an der Maschine, sondern auf einer Werkbank zu ermöglichen, wurde eine größere Zahl von Spannfutter angeschafft. Der Werkzeugwechsel wurde mit dieser Maßnahme erheblich erleichtert und kann fast einhändig durchgeführt werden. Die Portalfräsmaschine verfügt über eine Digitalanzeige, die bei fachgerechter Nutzung eine häufige Zwischenkontrolle mit dem Messschieber überflüssig macht.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit) /
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Schichtarbeit /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik


Referenznummer:

R/PB0593



Informationsstand: 29.06.2012