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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Praxisbeispiel

Deutsche Post DHL Group - Ausbildung eines Jugendlichen mit Gehörlosigkeit zum Bürokaufmann

Arbeitgeber:

Deutsche Post DHL Group ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation. Die Gruppe konzentriert sich darauf, in ihren Kerngeschäftsfeldern weltweit die erste Wahl für Kundschaft, Beschäftigte und Investierende zu sein. Sie verbindet Menschen, ermöglicht den globalen Handel und leistet mit verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln, gezielten Umweltschutzmaßnahmen und Corporate Citizenship einen positiven Beitrag für die Welt.
Deutsche Post DHL Group vereint zwei starke Marken: Deutsche Post ist Europas führender Postdienstleister, während DHL in den weltweiten Wachstumsmärkten ein umfangreiches Serviceportfolio in den Bereichen internationaler Expressversand, Frachttransport, E-Commerce und Supply-Chain-Management repräsentiert.
Deutsche Post DHL Group beschäftigt mehr als 500.000 Personen in über 220 Ländern und Territorien weltweit.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche ist gehörlos. Er ist nicht fähig akustische Informationen, z. B. Lautsprache und Signale, wahrzunehmen. Hörbare Informationen müssen deshalb so verändert werden, dass sie von ihm optisch oder taktil wahrgenommen werden können. Die behinderungsbedingten Einschränkungen führen unter anderem auch zu Lerngeschwindigkeiten. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen RF.

Ausbildung und Beruf:

Der Jugendliche absolviert nach seinem Schulabschluss und seiner erfolgreichen Bewerbung beim Arbeitgeber eine Ausbildung zum Bürokaufmann.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für gehörlose und schwerhörige Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Im Rahmen der Ausbildung soll der Jugendliche an einem Bildschirmarbeitsplatz in einem Büro beispielsweise die Daten der Kundschaft pflegen, Kontenunterlagen Prüfen und Mängel bearbeiten.

Arbeitsorganisation:

Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt, um dem Jugendlichen den Einstieg in seine beruflichen Aufgaben zu erleichtern und seine Lernschwierigkeiten auszugleichen:
- Verlängerung der Einweisungszeit von drei auf vier Tage
- Kommunikation überwiegend schriftlich per E-Mail
- feste Ansprechperson bei Problemen
- Verlängerung der Ausbildungszeit um ein halbes Jahr zum Nachteilsausgleich durch die Behinderung
- Prüfungsmodifikation (Verlängerung der Prüfungszeit und Einsatz einer gebärdensprachdolmetschenden Person in der mündlichen Prüfung)
- Einsatz einer gebärdensprachdolmetschenden Person für den Unterricht in der Berufsschule
In REHADAT finden Sie auch Gebärdensprachdolmetschende.

Förderung und Mitwirkung:

Die Kosten für den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschenden wurden vom Integrations- bzw. Inklusionsamt getragen. Außerdem erhielt der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung. Die Schwerbehindertenvertretung wurde in den Bewerbungsprozess einbezogen und war auch beratend tätig in Bezug auf mögliche Nachteilsausgleiche und Einsatz von Gebärdensprachdolmetschenden.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Übersetzung /
  • Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen /
  • Unterricht /
  • Vollzeitarbeit /
  • Zwischenprüfung

  • ERGOS - Hören /
  • IMBA - Arbeitsplanung /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Gestik/Mimik /
  • IMBA - Hören /
  • IMBA - Lernen/Merken /
  • IMBA - Problemlösen /
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen) /
  • MELBA - Arbeitsplanung /
  • MELBA - Lernen/Merken /
  • MELBA - Problemlösen /
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)


Referenznummer:

R/PB1214



Informationsstand: 08.10.2019