Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Praxisbeispielen blättern

  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für eine Telefonistin mit einer Sehbehinderung

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Die Frau ist stark sehbehindert. Sie kann optische Informationen, wie Zahlen, Zeichen usw., nur sehr eingeschränkt wahrnehmen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Die Mitarbeiterin ist Telefonistin und arbeitet seit einigen Jahren bei ihrem Arbeitgeber.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für sehbehinderte Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Zu den Aufgaben der Telefonistin gehört die Vermittlung eingehender und ausgehender Gespräche. Sie erteilt externen Anrufern Auskünfte und leitet Mitteilungen an interne Mitarbeiter weiter. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, muss sie Informationen (Namen, Telefonnummern usw.) auf einem PC-Bildschirm und Schwarzschrift lesen.
Die Mitarbeiterin arbeitet an einem Telefon-Vermittlungsplatz, der mit einer 40-Zeichen Braillezeile ausgestattet ist. Die Braillezeile ist an die Telefonanlage angeschlossen. Auf ihr werden die Telefonvorgänge aufgezeigt. Ein Informationsverzeichnis bzw. elektronisches Telefonbuch ist nicht in die Vermittlungsanlage integriert, was bedeutet, dass das interne Telefonverzeichnis der Mitarbeiterin nur in Schwarzschrift (Telefonlisten) zur Verfügung steht. Außerdem werden der Telefonzentrale alle wichtigen Informationen (wie Abwesenheit, Umzüge usw.) ebenfalls nur in Schwarzschrift mitgeteilt. Die Telefonistin ist behinderungsbedingt nicht fähig, das Telefonverzeichnis und die Mitteilungen zu lesen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Mitarbeiterin muss das interne Telefonverzeichnis, über den PC und die Braillezeile (in Verbindung mit einem Screenreader), zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich muss der Arbeitsplatz noch mit einem Bildschirmlesegerät, das an den PC angeschlossen werden kann, ausgestattet werden. Das Bildschirmlesegerät und eine Vergrößerungssoftware ermöglichen es der Telefonistin sich Briefe Vergrößert an einem Großbildschirm anzusehen. Der Bildschirm ermöglicht es auch, dass sehende Kollegen die Mitarbeiterin im Urlaubs- und Krankheitsfall vertreten können.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung wurde von dem Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Ingenieur-Fachdienst des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

  • Arbeitgeber /
  • Arbeitnehmer /
  • Arbeitsaufgabe /
  • Arbeitsmittel /
  • Arbeitsplatzgestaltung /
  • Auge /
  • Ausgabegerät /
  • berufliche Rehabilitation /
  • Bildschirm /
  • Bildschirmarbeit /
  • Bildschirmarbeitsplatz /
  • Bildschirmlesegerät /
  • Braille /
  • Braillezeile /
  • Büro /
  • Computer /
  • EASTIN /
  • Eingabegerät /
  • Erwerbstätigkeit /
  • Großbildschirm /
  • Großschrift /
  • Hilfsmittel /
  • Informationsaufnahme /
  • Integrationsamt /
  • Kameralesegerät /
  • Kommunikation /
  • Kommunikationshilfe /
  • Lesegerät /
  • Portal Gute Praxis / Arbeitsplatzgestaltung /
  • Schrift /
  • Screenreader /
  • Sehbehinderung /
  • Sehen /
  • Sinnesbehinderung /
  • Software /
  • Tastatur /
  • technische Beratung /
  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Telefon /
  • Telefonieren /
  • Telefonist /
  • Telefonzentrale /
  • Telekommunikation /
  • Telekommunikationsgerät /
  • Telekommunikationsgerät benutzen /
  • Vergrößerung /
  • Vergrößerungssoftware /
  • Vermittlung /
  • Vollzeitarbeit

  • ERGOS - Sehen /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Sehen


Referenznummer:

R/PB4240



Informationsstand: 04.06.2018