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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen Maschinen- und Anlagenführer mit Diabetes

Arbeitgeber:

Das Unternehmen produziert Kunststoffteile.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat Diabetes mellitus und es kann beispielsweise durch Insulin-Einnahmefehler, Stress, verzögerte Mahlzeiten und körperliche Tätigkeiten zur Überzuckerung (Hyperglykämie) oder Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen - was bereits schon einmal in früheren Jahren vorgekommen ist. Durch bestimmte Symptome kann der Mann dies frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren.

Beruf:

Der Mann arbeitet seit einigen Jahren als angelernter Maschinen- und Anlagenführer im Schichtbetrieb beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Maschinen- und Anlagenführer ist im Produktionsbereich einer Werkshalle für drei Maschinen zum Aufschäumen von Kunststoff verantwortlich, d.h. er richtet die Maschinen ein und bedient sie. Die Maschinen befinden sich in einem 20 x 30 m großen Bereich der Werkshalle, der durch einen Sichtschutz vom den anderen Bereichen der Halle getrennt ist. Im Normalfall besteht kein Sicht- oder Rufkontakt, nur zum Transport des Rohmaterials und der Fertigteile sind andere Mitarbeiter im Tätigkeitsbereich des Maschinen- und Anlagenführer anwesend. Dies ist allerdings in der Spätschicht nicht der Fall.

Arbeitsschutz:

Aufgrund des Krankheitsbildes in Verbindung mit der Arbeitsplatzsituation wurde ein Personennotrufsystem bzw. eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) angeschafft. So kann der Maschinen- und Anlagenführer im Notfall Hilfe rufen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die Personen-Notsignal-Anlage wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Anschaffung der Anlage war behinderungsbedingt und sicherheitstechnisch unbedingt erforderlich. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrations- bzw. Inklusionsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

  • Anlagenführer /
  • Arbeitnehmer /
  • Arbeitsaufgabe /
  • Arbeitsmittel /
  • Arbeitsplatzgestaltung /
  • Arbeitsschutz /
  • Arbeitszeit /
  • berufliche Rehabilitation /
  • Diabetes Mellitus /
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  • Hilfsmittel /
  • Industrie /
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  • Personennotrufsystem /
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  • Sicherheit /
  • Stoffwechsel /
  • Stoffwechselerkrankung /
  • technische Beratung /
  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen /
  • Vollzeitarbeit

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Arbeitssicherheit /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Schichtarbeit /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB4248



Informationsstand: 18.01.2016