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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für einen Elektriker mit einer Herz-Kreislauf- und Rückenerkrankung

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt mit seinen 50 Mitarbeitern ein metallverarbeitendes Unternehmen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung und eine Rückenerkrankung. Behinderungsbedingt sollte er nur sehr eingeschränkt für manuelle Hebe- und Tragarbeiten eingesetzt werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Elektriker und seit vielen Jahren beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mitarbeiter ist mit seiner Tätigkeit als Elektriker nicht ausgelastet und führt deshalb unterschiedliche Arbeiten im Bereich der Fertigung aus. Durch diese unterschiedlichen Tätigkeiten kommt es immer wieder zu hohen Arbeitsbelastungen (durch häufiges Heben, Tragen und Bücken), die behinderungsbedingt vermieden werden sollten.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Arbeitgeber plant den Elektriker und einen anderen schwerbehinderten Mitarbeiter an einem neuen Arbeitsplatz einzusetzen. Es soll dazu ein neuer Universal-Stanz- und Biegeautomat zur Herstellung von Griffen angeschafft werden. Da durch den Automateneinsatz sämtliche für die Fertigung erforderlichen Prozesse ausgeführt werden, wird es möglich einen Teil der ausgelagerten Fertigung bzw. Bearbeitung wieder in der Firma selbst durchzuführen.
Über eine Fördereinrichtung werden die zu verarbeitenden Teile automatisch der Maschine zugeführt. Von dem Maschinenbediener wird lediglich während der Produktion der Arbeitsablauf beobachtet, kleine Störungen beseitigt und stichprobenmäßige Maß- und Funktionskontrollen durchgeführt. Da am Automaten in zwei Schichten gearbeitet werden soll, bietet dies die Möglichkeit dort beide schwerbehinderten Mitarbeiter ohne große körperlichen Belastungen einzusetzen. Die Arbeiten an dem Automaten können sitzend oder stehend ausgeführt werden.
Für die Bewegung der Materialbehälter mit den Roh- und Fertigteilen stehen motorbetriebene Hubwagen und Hebezeuge zur Verfügung.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die Gestaltung der neuen Arbeitsplätze wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt zu 13% gefördert. Die beiden Arbeitsplätze müssen jedoch für mindestens 8 Jahre mit schwerbehinderten Arbeitnehmern besetzt werden.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Tragen /
  • Transport /
  • Transportgerät /
  • Transporthilfe /
  • Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen /
  • Versetzung /
  • Vollzeitarbeit /
  • Wirbelsäule

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Bücken /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Geneigt/Gebückt /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten) /
  • IMBA - Schichtarbeit /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB4727



Informationsstand: 09.01.2012