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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Gestaltung eines Arbeitsplatzes für eine Konditorin mit Gehörlosigkeit

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt ein Kaffee mit acht Beschäftigten - davon sind drei schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Jugendlichen:

Die Jugendliche ist gehörlos - aber fähig zu sprechen. Eine verbale Kommunikation mit ihr ist möglich, wenn sie die Lippen der Gesprächspartnerin oder des Gesprächspartners (zum Lippenlesen) gut sehen kann und deutlich sowie langsam gesprochen wird. Hörbare Informationen (Signale usw.) müssen so verändert werden, dass sie von der Jugendlichen optisch oder taktil wahrgenommen werden können.

Ausbildung und Beruf:

Die Jugendliche absolvierte nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung zur Konditorin in einem Berufsbildungswerk (BBW). Nach der Ausbildung wurde sie von ihrem jetzigen Arbeitgeber fest als Konditorin eingestellt.
In REHADAT finden Sie auch Informationen zu Ausbildungseinrichtungen für gehörlose Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Zu den Aufgaben der Mitarbeiterin gehört die Herstellung von Torten, Kuchen und Gebäck in der Küche. Hierzu benötigt sie Rohstoffe, wie Marzipan, Nougat, Schokolade usw. Neben Kreativität ist deshalb vor allem Sachverstand gefordert, denn sie ist auch für die korrekte Lagerung und den richtigen Einsatz dieser Rohstoffe verantwortlich. Damit sie ihre Tätigkeit ausüben kann, wurde eine Brotschneidemaschine, eine Rühr-Schlagmaschine, eine Frosteranlage, ein Kälteaggregat, ein Backofen und eine Pralinenfüllanlage angeschafft.

Arbeitsorganisation:

Behinderungsbedingt traten anfangs Kommunikationsprobleme mit den Kolleginnen bzw. Kollegen und der verantwortlichen Konditormeisterin auf, die aber durch langsames deutliches Sprechen und vor allem durch Blickkontakt (zum Lippenablesen) behoben werden konnten. Bei wichtigen Besprechungen, Unterweisungen usw. kann auch eine Gebärdensprachdolmetscherin oder ein Gebärdensprachdolmetscher zum Übersetzen angefordert und eingesetzt werden.

Förderung und Mitwirkung:

Die Einrichtung des Arbeitsplatzes wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt zu 80 Prozent und die Kosten für die gebärdensprachdolmetschende Person werden zu 100 Prozent übernommen. Die Beratung und Vermittlung der gebärdensprachdolmetschenden Person erfolgte durch den Integrationsfachdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter, von Gebärdensprachdolmetscherinnen bzw.Gebärdensprachdolmetschern und Integrationsfachdiensten.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Portal Gute Praxis / Ausbildung und Qualifizierung /
  • Pralinenfüllanlage /
  • Qualifizierung /
  • Rühr-Schlagmaschine /
  • Sinnesbehinderung /
  • Talentplus /
  • technische Beratung /
  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Übergang Ausbildung-Beruf /
  • Übergang Schule-Beruf /
  • Übersetzung /
  • Vollzeitarbeit

  • ERGOS - Hören /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Gestik/Mimik /
  • IMBA - Hören


Referenznummer:

R/PB5298



Informationsstand: 28.10.2019