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Angaben zum Urteil

Arbeitsunfall auf einer Baustelle

Gericht:

OLG Düsseldorf 22. Zivilsenat


Aktenzeichen:

22 U 204/00


Urteil vom:

29.06.2001



Leitsatz:

1. Der Besteller einer Werkleistung ist in entsprechender Anwendung des BGB § 618 verpflichtet, Vorrichtungen und Gerätschaften (hier: Zugang zu einer zu reparierenden Kälteanlage über eine vom Besteller zur Verfügung gestellte Leiter) so einzurichten und zu unterhalten, daß der Werkunternehmer und seine Gehilfen vor Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt sind, soweit die Natur der Werkleistung dieses gestattet.

2. Wenn ein Mitarbeiter des Bestellers dem Mitarbeiter des mit Reparaturarbeiten beauftragten Werkunternehmers eine Leiter aushändigt, um die zu reparierende Anlage zu erreichen, verrichten diese keine vorübergehende Tätigkeit auf einer gemeinsamen Betriebsstätte iSd SGB VII § 106 Abs 3 Alt 3.

3. 15.000,-- DM Schmerzensgeld für eine durch fahrlässige Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verursachte Deckplattenfraktur des zweiten Lendenwirbels eines 50 Jahre alten Mannes, wenn nach 3-wöchiger stationärer Behandlung und knapp 2-monatiger Arbeitsunfähigkeit als Dauerschäden verbleiben: 20 %ige MdE, zu tragendes Stützkorsett, rechtskonvexe Skoliose, Einschränkung in der Seitwärtsneigung und Drehbewegung, Schmerzen bei beruflichen und häuslichen Tätigkeiten, Minderung des Selbstwertgefühls.


Quelle:

JURIS-GmbH


Referenznummer:

KORE532162002


Weitere Informationen

Themen:
  • xxx

Schlagworte:
  • Arbeitsunfall /
  • Haftungsprivileg /
  • Körperverletzung /
  • Minderung der Erwerbsfähigkeit /
  • Ordentliche Gerichtsbarkeit /
  • Schadensersatz /
  • Schmerzensgeld /
  • Unfallfolge /
  • Urteil /
  • Verkehrssicherungspflicht


Informationsstand: 31.07.2002

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