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Angaben zum Urteil

Rente wegen Erwerbsminderung - Vorliegen der Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit eines Versicherten - Begutachtung

Gericht:

LSG Hessen 5. Senat


Aktenzeichen:

L 5 R 363/08 KN


Urteil vom:

26.11.2010


Grundlage:

SGB VI § 43 Abs 1 vom 20.12.2000 / SGB VI § 43 Abs 2 vom 20.12.2000 / SGB VI § 43 Abs 3 vom 20.12.2000 / RRErwerbG



Leitsatz:

1. Die mangelnde Fähigkeit eines Versicherten, sich auf andere als zuvor ausgeübte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes umstellen und an diese anpassen zu können, führt zur Erwerbsminderung im Sinne von § 43 Sozialgesetzbuch (SGB) VI. Dies gilt auch, wenn dem Versicherten wegen seiner beruflichen Qualifikation oder sonstiger Umstände grds. keine besondere Verweisungstätigkeit zur Verwertung seines Restleistungsvermögens benannt werden muss.

2. Die Feststellungen eines psychologischen Sachverständigen zur Frage der Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit eines Versicherten sind von den Feststellungen medizinischer Sachverständiger unabhängig, da sie nicht die körperliche oder seelische Leistungsfähigkeit anhand medizinischer Befunde beurteilen, sondern allein die psychische Fähigkeit des Versicherten, eine andere als eine zuvor ausgeübte Erwerbstätigkeit verrichten zu können.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Gießen Urteil vom 21.10.2008 - S 6 KN 82/05



Quelle:

Rechtsprechungsdatenbank Hessen


Referenznummer:

R/R4989


Weitere Informationen

Themen:
  • Erwerbsminderungsrente /
  • Rente / Ruhestand

Schlagworte:
  • Anpassung /
  • Arbeitsmarkt /
  • Arbeitsunfall /
  • Begutachtung /
  • Depression /
  • Erwerbsminderungsrente /
  • Erwerbstätigkeit /
  • Pflichtbeitrag /
  • Psychische Erkrankung /
  • Rente /
  • somatoforme Schmerzstörung /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Tätigkeitswechsel /
  • Umstellung /
  • Unfallfolge /
  • Urteil /
  • Verweisungstätigkeit


Informationsstand: 02.09.2011

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