Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Urteil

Anerkennung eines Unfalls als Arbeitsunfall

Gericht:

LSG Hessen


Aktenzeichen:

L 9 U 5/15


Urteil vom:

20.07.2015


Grundlage:

SGB IV § 8 Abs. 1 / SGB VII § 8 Abs. 1



Leitsatz:

1. Die objetive Beweislast für das Vorliegen der medizinischen Anknüpfungstatsachen für eine innere Ursache trägt der Unfallversicherungsträger.

2. Auch ein sich tatsächlich auswirkendes Symptom (hier: Schwindel) einer im Einzelnen nicht geklärten Krankheit im medizinischen Sinne kann einen regelwidrigen körpereigenen Vorgang darstellen, der als nichtversicherte Wirkursache bei der Beurteilung der Unfallkausalität zu berücksichtigen ist.

3. Ein nicht arretierter Schreibtischrollcontainer stellt eine besondere Beschaffenheit der Betriebsstätte, d. h. ein betriebsspezifisches Risko dar, das - soweit es für Art und Schwere eines Unfallereignisses wesentlich ist - trotz einer bestehenden inneren Ursache zur Annahme der Unfallkausalität führen kann.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Marburg Urteil vom 31.10.2014 - S 3 U 13/12



Quelle:

Rechtsprechungsdatenbank Hessen


Referenznummer:

R/R6911


Weitere Informationen

Themen:
  • Leistungsträger /
  • Rente / Ruhestand /
  • Unfallversicherung /
  • Verletztenrente

Schlagworte:
  • Anerkennung /
  • Arbeitsunfall /
  • Augenverletzung /
  • Beurteilung /
  • Beweislast /
  • Einäugigkeit /
  • Feststellung /
  • Feststellungsverfahren /
  • innerer Zusammenhang /
  • Kausalität /
  • Sehbehinderung /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Unfall /
  • Unfallversicherung /
  • Ursächlichkeit /
  • Urteil /
  • Verletztenrente


Informationsstand: 18.07.2016

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