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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Urteil

Gewährung von Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung nach einem Arbeitsunfall - Theorie der wesentlichen Bedingung - Wesentlichkeit einer Ursache - Naturwissenschaftlich-philosophische Bedingungstheorie - Konkurrierende Mitursache

Gericht:

LSG Baden-Württemberg 8. Senat


Aktenzeichen:

L 8 U 1128/17


Urteil vom:

28.09.2018



Leitsätze:

1. Sind das Unfallereignis und die zum Unfallzeitpunkt psychiatrisch nicht als krankheitswertig zu beschreibende Persönlichkeitsstruktur an der Entstehung einer psychischen Störung (hier dissoziative Bewegungsstörung als Konversionsstörung) wesentlich beteiligt gewesen, ist mit der Feststellung, dass unfallbedingte Ursachen an der Unterhaltung des gleichgebliebenen Krankheitsbilds nicht mehr mitwirken, ein hinreichend wahrscheinlicher Unfallzusammenhang der fortbestehenden Erkrankung wegen des Wechsels der Wesensgrundlage entfallen.

2. Für diese rechtliche Beurteilung reicht somit aus, dass die nicht krankheitswertige Persönlichkeitsstruktur in einem Bedingungsgefüge mit nicht näher zu beschreibenden unfallfremden äußeren Umständen als die psychische Störung allein unterhaltender Faktor wirkt.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Karlsruhe, Urteil vom 10.02.2017 - S 3 U 988/15



Quelle:

Justizportal des Landes Baden-Württemberg


Referenznummer:

R/R8161


Weitere Informationen

Themen:
  • Arbeitsunfall / Dienstunfall /
  • Beschäftigungsverhältnis / Arbeitsplatz /
  • Leistungsträger /
  • Unfallversicherung

Schlagworte:
  • Anspruch /
  • Arbeitsunfall /
  • gesetzliche Unfallversicherung /
  • haftungsbegründende Kausalität /
  • Leistung /
  • Leistungsanspruch /
  • Psychische Erkrankung /
  • Rente /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Unfallfolge /
  • Urteil /
  • Verletztenrente


Informationsstand: 22.08.2019

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