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Urteil
Zu den Voraussetzungen nach § 10 Abs 1 Nnr 3 S 2 AFuU - Ausbildungsberuf - Personalsachbearbeiter

Gericht:

LSG Bremen


Aktenzeichen:

L 5 Ar 17/85


Urteil vom:

23.01.1986


Grundlage:

  • AFG § 44 Abs 2a Fassung 1981-12-22 |
  • AFuU § 10 Abs 1 S 3 Fassung 1982-03-16 |
  • AFG § 44 Abs 2 S 2 Nr 3 Fassung 1981-12-22 |
  • AFuU § 10 Abs 1 Nr 3 S 2 Fassung 1982-03-16

Leitsatz:

1. Die Voraussetzungen nach § 10 Abs 1 Nr 3 S 2 AFuU, bei deren Vorliegen ein Teilnehmer an einer Fortbildungsmaßnahme, der einen beruflichen Abschluß erworben hat, einem Teilnehmer ohne beruflichen Abschluß (§ 44 Abs 2 S 2 Nr 3 AFG) gleichsteht, sind nicht gegeben, wenn es sich bei der ausgeübten Beschäftigung um eine mindestens gehilfenadäquate Tätigkeit gehandelt hatte. Dies ist der Fall, wenn der ausgeübte Beruf zwar kein Ausbildungsberuf ist, dennoch aber dadurch an einen Ausbildungsberuf gebunden ist, daß entweder die Ausbildung zu einem solchen oder eine mehrjährige praktische Tätigkeit in einem solchen erforderlich ist ( hier: Personalsachbearbeiter).

2. Bei der Beurteilung der Frage, ob die Vermittlung eines arbeitslosen Teilnehmers an einer Fortbildungsmaßnahme in absehbarer und angemessener Zeit möglich gewesen wäre (§ 10 Abs 1 S 3 AFuU), berechtigt auch eine relativ kurze Arbeitslosigkeit nicht zu dem Schluß, daß der Antragsteller innerhalb absehbarer Zeit hätte vermittelt werden können.
Die anzustellende Zukunftsprognose hat sich auf den Zeitraum zu beziehen, in dem bei normaler Lage des Arbeitsmarktes Arbeitnehmer mit entsprechender Qualifikation (hier: Personalsachbearbeiter) bis auf nicht nennenswerte Ausnahmen erfahrungsgemäß vermittelt werden können. Ergibt sich hiernach eine Vermittlungszeit von höchstens 4 1/2 Monaten, so steht damit die Vermittelbarkeit in absehbarer und angemessener Zeit fest.

Rechtszug:

vorgehend SG Bremen 1985-03-01 S 22 Ar 561/83

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE027960106


Informationsstand: 01.01.1990