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Urteil
Invalidenrentenanspruch für Behinderte im Beitrittsgebiet bei berufsfördernden Leistungen zur Rehabilitation - Einkommensbegriff - Ausbildungsgeldbezug

Gericht:

LSG Chemnitz 1. Senat


Aktenzeichen:

L 1 RA 93/98


Urteil vom:

22.10.1999


Grundlage:

  • BSHG § 76 Abs 1 |
  • AFG § 40 ABS 1 S 1 |
  • SGB 4 § 14 |
  • AFG § 56 ABS 2 NR 1 |
  • RehaAnO 1975 § 24 Abs 3 S 1 Fassung 1995-10-26 |
  • RÜG Art 2 § 1 Abs 3 |
  • RÜG Art 2 § 10 Nr 2 |
  • RÜG Art 2 § 7 Abs 3

Orientierungssatz:

1. Für eine berufliche Ausbildung eines Behinderten gewährtes Ausbildungsgeld (§§ 40 Abs 1 S 1, 56 Abs 2 Nr 1 AFG iVm § 24 Abs 3 S 1 RehaAnO 1975) stellt Einkommen iS von Art 2 § 10 RÜG dar.

2. Bei der Ermittlung des Einkommens iS von Art 2 § 10 RÜG ist nicht auf den Begriff des Arbeitsentgeltes nach § 14 SGB 4 abzustellen.

3. Die Invalidenrente für Behinderte nach Art 2 § 10 RÜG stellt eine bedarfsorientierte Leistung dar, die der Sozialhilfe angenähert ist.

Verfahrensgang:

vorgehend SG Chemnitz 1998-04-02 S 11 RA 9/98 Urteil
anhängig BSG B 4 RA 2/00 R

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE029770308


Informationsstand: 06.03.2000