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Urteil
Berufliche Ausbildung iS von Paragraph 40 Abs 1 AFG

Gericht:

BSG 9b. Senat


Aktenzeichen:

9b RAr 15/90


Urteil vom:

18.10.1991


Grundlage:

  • AFG § 43 ABS 2 |
  • GG Art 12 Abs 1 |
  • AFG § 40 ABS 1 S 1 |
  • AFG § 39 S 1 |
  • AFG § 39 S 2 NR 2 |
  • AusbFöAnO § 2 Abs 1 Fassung 1969-10-31 |
  • AusbFöAnO § 2 Abs 1 Fassung 1988-09-29 |
  • BBiG § 25 Abs 1

Orientierungssatz:

1. Die Erstausbildung für den gehobenen Dienst als Angestellter bei einem Unfallversicherungsträger nach dessen Ausbildungs- und Prüfungsordnung ist nicht als betriebliche Ausbildung nach § 40 AFG förderungsfähig.

2. Die für Fortbildungen maßgebende Einschränkung, daß die Teilnahme an einer im überwiegenden Interesse des Beschäftigungsbetriebes liegenden Maßnahme grundsätzlich nicht gefördert wird (§ 43 Abs 2 AFG), gilt allgemein nicht für Erstausbildungen (vgl BSG vom 30.9.1975 - 7 RAr 96/73 = BSGE 40, 234, 244 = SozR 4100 § 47 Nr 14).

3. Die Beschränkung der Ausbildungsförderung durch § 2 AusbFöAno auf die Ausbildungen nach BBiG und im Handwerk ist mit der gesetzlichen Ermächtigung (§ 39 S 1 und 2 Nr 1 AFG) vereinbar, wenn ergänzend die Aufgaben der Bundesanstalt für Arbeit berücksichtigt werden. Sie verletzt insbesondere nicht das Grundrecht auf die freie Wahl der Ausbildungsstätte, des Arbeitsplatzes und des Berufes (vgl BSG vom 3.7.1991 - 9b/7 RAr 142/89).

Rechtszug:

vorgehend SG Koblenz 1989-08-31 S 7 Ar 195/89
vorgehend LSG Mainz 1990-03-02 L 1 Ar 106/89

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE041983406


Informationsstand: 09.03.1992