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Urteil
Erziehungsbeihilfe nach BVG - angemessene berufliche Ausbildung

Gericht:

VGH Kassel 9. Senat


Aktenzeichen:

IX OE 35/80


Urteil vom:

11.05.1982


Grundlage:

  • BVG § 27 Abs 2 S 2

Sonstiger Orientierungssatz:

(Erziehungsbeihilfe nach BVG: angemessene berufliche Ausbildung)
1. Bei der Feststellung, ob eine angemessene, den Anlagen und Fähigkeiten entsprechende berufliche Ausbildung iSd BVG § 27 Abs 1 S 2 sichergestellt ist, kommt es auf die gesamten Umstände des Einzelfalles an. Für die Auslegung des Begriffes "Angemessenheit" ist auf die Anlagen und Fähigkeiten des Auszubildenden abzustellen. Wenn das Kind eines Beschädigten erst nach Absolvierung von 19 Schuljahren das Ziel der Klasse 12 (Fachhochschulreife) erreicht, dann ist es - auch wenn der Verlust von 2 - 3 Schuljahren auf Krankheit zurückzuführen ist - rechtlich nicht zu beanstanden, daß der Träger der Erziehungsbeihilfe eine kurz vor Vollendung des 31. Lebensjahres abgeschlossene achtsemestrige Fachhochschulausbildung mit dem Abschluß Betriebswirt (grad) als angemessene berufliche Ausbildung ansieht. Für ein sich anschließendes berufspädagogisches Aufbaustudium mit dem Ziel des Abschlusses "Diplom-Handelslehrer" besteht kein Anspruch mehr auf Erziehungsbeihilfe.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE304998313


Informationsstand: 01.01.1990