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Urteil
Haftung bei Tod eines Bewohners einer Einrichtung betreutes Wohnen: Pflicht des Fachpersonals zur Kontrolle und Dokumentation des täglichen Medikamentenkonsums

Gericht:

LG Hamburg 23. Zivilkammer


Aktenzeichen:

323 O 105/00


Urteil vom:

26.10.2000


Orientierungssatz:

1. Mitarbeiter in einer Einrichtung zur sozialen und medizinischen, auch psychiatrischen, Rehabilitation ( sogenanntes "betreutes Wohnen") trifft nicht die Pflicht, die tägliche Medikamentenausgabe mit jeweiliger täglicher Dosierung zu dokumentieren.

2. Ebensowenig sind sie verpflichtet, die Einnahme von Medikamenten lückenlos zu überwachen.

3. Die Mitarbeiter eines solchen Hauses (Sozialpädagogen, Psychologen und Fachkrankenpflegekräfte für Psychiatrie) sind daher nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn ein Bewohner infolge der Überdosierung eines verordneten Medikamentes an Herzstillstand verstirbt.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KORE577702001


Informationsstand: 13.08.2001