Inhalt

Urteil
Berufsschadensausgleich für Hausfrau - Verfassungsmäßigkeit

Gericht:

LSG Essen 11. Senat


Aktenzeichen:

L 11 V 21/79


Urteil vom:

13.01.1982


Grundlage:

  • GG Art 3 Abs 2 Fassung 1949-05-23 |
  • BVG § 30 Abs 6 Fassung 1978-08-10 |
  • BVG § 30 Abs 7 Fassung 1981-11-20 |
  • BVG§30Abs3u4DV § 3 Abs 1 S 2 Buchst d |
  • BVG§30Abs3u4u5DV § 3 Abs 1 S 2 Nr 4 Fassung 1977-01-18

Leitsatz:

1. Die Verordnung zur Durchführung des § 30 Abs 3 und 4 des BVG in der Fassung vom 1974-04-11 und die Verordnung zur Durchführung des § 30 Abs 3 bis 5 des Bundesversorgungsgesetzes in der Fassung vom 1977-01-18 verstoßen insoweit gegen den Gleichheitssatz GG Art 3 Abs 2 als sie bei Angestellten entsprechend der Systematik, die den statistischen Erhebungen zugrunde liegt, den Leistungsgruppen unterschiedliche Vergleichseinkommen zuordnet, je nachdem, ob es sich um Männer oder um Frauen handelt.

Orientierungssatz:

Berufsschadensausgleich für Hausfrau - Verfassungsmäßigkeit:

1. Zur Frage, ob § 30 Abs 6 BVG idF des KOVAnpG 10 vom 10.8.1978 (BGBl I, 1217) und § 30 Abs 7 BVG idF des KOVAnpG 11 vom 20.11.1981 (BGBl I, 1199) insoweit gegen Art 3 des Grundgesetzes verstößt, als Berufsschadensausgleich bei Beeinträchtigung in der Haushaltsführung nur für Frauen vorgesehen ist.

Rechtszug:

vorgehend SG Aachen 1976-01-28 S 3 V 6/75
nachgehend BVerfG 1984-01-24 1 BvL 7/82

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE014431119


Informationsstand: 01.01.1990