Inhalt

Urteil
Beitragspflicht des Rehabilitationsträgers

Gericht:

BSG


Aktenzeichen:

12 RK 7/83


Urteil vom:

15.05.1984


Grundlage:

  • RVO § 1227 Abs 1 S 1 Nr 8a Buchst c |
  • RVO § 1385 Abs 4 Buchst g |
  • RVO § 165 Abs 1 Nr 4 |
  • AFG § 168 |
  • AFG § 155 ABS 2 S 3 |
  • RVO § 1385 Abs 3 Buchst f |
  • RVO § 381 Abs 3a Nr 1

Leitsatz:

1. Die Beitragspflicht wegen Zahlung von Übergangsgeld entfällt grundsätzlich auch dann nicht, wenn das Übergangsgeld rückwirkend entzogen, zurückgefordert und zurückgezahlt wird.

Sonstiger Orientierungssatz:

1. Die Versicherungspflicht des Rehabilitanden und daraus folgend die Beitragspflicht des Rehabilitationsträgers im Rahmen der beruflichen Rehabilitation knüpft grundsätzlich an den tatsächlichen Bezug von Übergangsgeld an.

2. Allein der tatsächliche Bezug von Übergangsgeld löst die Beitragspflicht aus, und zwar auch dann, wenn das Übergangsgeld nachträglich rückwirkend entzogen wird. Etwas anderes könnte in Betracht kommen, wenn das Übergangsgeld anstelle von an sich geschuldeten Arbeitsentgelt gezahlt wird und nach Klärung der Rechtsfrage und Abwicklung aller Ansprüche der Versicherungsschutz aus dem Beschäftigungsverhältnis anstelle des durch das Übergangsgeld begründeten Versicherungsschutz tritt.

Rechtsweg:

SG Hannover, Urteil vom 06.12.1982 - S 11 Kr 34/81

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE022551117


Informationsstand: 01.01.1990