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Urteil
Sonderrückzahlungsvorschrift bei Kündigung und Abbruch der Maßnahme

Gericht:

LSG Mainz 1. Senat


Aktenzeichen:

L 1 Ar 29/82


Urteil vom:

16.05.1983


Grundlage:

  • SGB 10 § 48 Abs 1 Fassung 1980-08-18 |
  • SGB 10 § 50 Fassung 1980-08-18 |
  • AFG § 44 ABS 6 |
  • SGB 10 Art 2 § 37 Abs 1 Fassung 1980-08-18

Sonstiger Orientierungssatz:

1. Neben §§ 48, 50 SGB 10 ist auch die Sonderrückzahlungsvorschrift des § 44 Abs 6 AFG anwendbar. Sie setzt nur den Abbruch der Maßnahme ohne wichtigen Grund, aber keine Aufhebung der Bewilligung voraus.

2. Kündigung und Abbruch der Maßnahme durch den Leistungsempfänger stellen eine wesentliche Änderung in den Verhältnissen iS des § 48 SGB 10 dar.

3. Vor dem Inkrafttreten des SGB 10 (1.1.1981) begonnene Aufhebungsverfahren sind nach den Vorschriften des SGB 10 zu Ende zu führen, wenn das Verwaltungsverfahren nicht bis zum 31.12. 1980 abgeschlossen war (Art 2 § 37 Abs 1 SGB 10).
Das Verfahren in diesem Sinne endet grundsätzlich erst mit dem Erlaß des Widerspruchsbescheides.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE024040106


Informationsstand: 01.01.1990