Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

Betriebliche Berufsausbildung

Die betrieb­liche Berufs­ausbildung ist die häufigste Art der Aus­bildung in Deutsch­land. Bei der betrieb­lichen Ausbildung (auch: Aus­bildung im dualen System) erwerben Aus­zubildende die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten praktisch in ihrem Ausbildungs­betrieb – parallel dazu haben sie fach­theoretischen und allgemein­bildenden Unterricht in der Berufsschule. Der Betrieb stellt die Aus­zubildenden für den Unter­richt in der Berufs­schule frei. Dieser findet entweder in Teil­zeit statt (in der Regel 12 Unterrichts­stunden pro Woche) oder er wird als Block­unterricht durchgeführt.

Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Berufsausbildung

Rechts­grundlage für die betrieb­liche Ausbildung ist das Berufs­bildungs­gesetz (BBiG) und für die Ausbildung in einem Handwerks­beruf die Handwerks­ordnung (HwO). Beide Gesetze regeln unter anderem die Rechte und Pflichten der Ausbildungs­betriebe und der Aus­zubildenden, den Ausbildungs­vertrag (der immer die individuelle Rechts­grundlage eines Ausbildungs­verhältnisses bilden muss), das System der anerkannten Ausbildungs­berufe sowie die Aufgaben der zuständigen Stellen, das heißt in der Regel der Industrie- und Handels­kammern, Handwerks­kammern usw.

(ml) 2017