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Urteil
Berechnung sowie Weitergewährung des Übergangsgeldes im Anschluß an Krankengeld- oder Übergangsgeldbezug

Gericht:

BSG 11. Senat


Aktenzeichen:

11 RA 56/79


Urteil vom:

20.03.1980


Grundlage:

  • AVG § 18a Abs 1 Fassung 1974-08-07 |
  • RVO § 1241a Abs 1 Fassung 1974-08-07 |
  • AVG § 18b Fassung 1974-08-07 |
  • RVO § 1241b Fassung 1974-08-07 |
  • AVG § 18 Abs 1 Fassung 1975-12-21 |
  • AVG § 18a Abs 2 Fassung 1974-08-07 |
  • AVG § 18e Fassung 1974-08-07 |
  • RVO § 1241 Abs 1 Fassung 1975-12-21 |
  • RVO § 1241a Abs 2 Fassung 1974-08-07 |
  • RVO § 1241e Fassung 1974-08-07

Leitsatz:

1. Übergangsgeld nach AVG § 18e (= RVO § 1241e) setzt voraus, daß (zumindest) die erste der beiden Maßnahmen vom Rentenversicherungsträger gewährt worden ist.
2. AVG § 18b (= RVO § 1241b) ist nicht anwendbar, wenn das vorausgehende Übergangsgeld oder Krankengeld aus einem im Bemessungszeitraum erzielten Entgelt, das nachfolgende Übergangsgeld dagegen nach den Tabellenwerten zu AVG § 18a Abs 2 (= RVO § 1241a Abs 2) zu berechnen ist. Sonstiger Orientierungssatz:

Berechnung sowie Weitergewährung des Übergangsgeldes im Anschluß an Krankengeld- oder Übergangsgeldbezug:
1. RVO § 1241b, AVG § 18b, wonach das bisher zugrunde gelegte Arbeitsentgelt für die Berechnung des Übergangsgeldes maßgebend ist, findet nur Anwendung, wenn das während der Maßnahme zur Rehabilitation zu gewährende Übergangsgeld aus einem Arbeitsentgelt zu berechnen ist.
2. RVO § 1241b, AVG § 18b enthält eine Besitzstandsregelung nur insoweit, als der Berechnung des Übergangsgeldes das bisherige Arbeitsentgelt zugrunde gelegt wird.
3. Nach RVO § 1241e Abs 1, AVG § 18e Abs 1 ist das Übergangsgeld nach Abschluß medizinischer Maßnahmen zur Rehabilitation nur dann bis zum Beginn der berufsfördernden Maßnahme weiterzugewähren, wenn (zumindest) die medizinische Maßnahme zur Rehabilitation vom Rentenversicherungsträger gewährt wurde.

Rechtszug:

vorgehend SG Stuttgart 1978-04-26 S 10 An 635/78
vorgehend LSG Stuttgart 1979-03-14 L 3 An 1128/78

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE015420515


Informationsstand: 01.01.1990