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Urteil
Umschulung und Berufsverhältnisse

Gericht:

BSG 7. Senat


Aktenzeichen:

7 RAr 68/74


Urteil vom:

26.08.1975


Grundlage:

  • AFG § 36 Fassung 1969-06-25 |
  • AFG § 47 Abs 1 Fassung 1969-06-25 |
  • AFuU § 6 Abs 1 S 3 Fassung 1969-12-18 |
  • AFuU § 3 Abs 3 S 2 Fassung 1969-12-18

Orientierungssatz:

1. Die Förderung der Umschulung in den Lehrerberuf, die mit Ablegung der 1. Staatsprüfung abgeschlossen sein soll, ist nur dann gerechtfertigt, wenn der Umschulungswillige nach Ablegung der 1. Prüfung für das Lehramt den neuen Beruf auf Dauer - wenn auch im Angestelltenverhältnis - wird ausüben können.

Sonstiger Orientierungssatz:

1. Für einen Techniker bedeutet der Wechsel zum Lehrerberuf auch dann, wenn er darin die Kenntnisse und Fähigkeiten seines Fachgebietes überwiegend verwertet, stets eine berufliche Umschulung und keine Fortbildung.

2. Der für die Prüfung regelmäßig erforderliche Zeitaufwand ist stets der Dauer der Bildungsmaßnahme hinzuzurechnen, weil die Prüfung ein Teil der Bildungsmaßnahme ist und erst mit Abschluß der Prüfung der angestrebte neue Beruf erreicht wird.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE000880020


Informationsstand: 01.01.1990