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Urteil
Erziehungsbeihilfe für ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium nach erfolgreichem Abschluß eines Ingenieurstudiums

Gericht:

VG Gelsenkirchen 2. Kammer


Aktenzeichen:

2 K 1310/69


Urteil vom:

27.05.1971


Grundlage:

Leitsatz:

1. Mit Erziehungsbeihilfe ist für Waisen eine angemessene, ihren Anlagen und Fähigkeiten entsprechende allgemeine berufliche Ausbildung sicherzustellen. Welcher Beruf angemessen ist, beurteilt sich nach der beruflichen und gesellschaftlichen Stellung, die der Vater bis zu seinem Tode eingenommen hat. Eine Fortbildung zur Erreichung eines Aufstiegs im Beruf kann gemäß KFürsV § 20, der KFürsV § 7 nicht in bezug nimmt, nicht mit Erziehungsbeihilfe gefördert werden.
Der Hinweis der Waise, daß die beklagte Hauptfürsorgestelle in anderen Fällen nach einem erfolgreichen Fachschulstudium auch ein weiterführendes sechssemestriges Hochschulstudium fördere, geht fehl, denn sie kann sich nicht bei der Lage ihre Falles auf die Gründe berufen, die für die Förderung des 2. Bildungsweges maßgebend sind. Der Fachhochschulbesuch wurde nicht zum Erwerb der Hochschulreife sondern zur Erlangung eines den Anlagen und Fähigkeiten entsprechenden Berufs benutzt, der im wesentlichen beibehalten werden soll.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE234530677


Informationsstand: 01.01.1990