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Urteil
Kriegsopferversorgung - MdE-Erhöhung wegen besonderer beruflicher Betroffenheit - Schädigung im Kindesalter

Gericht:

LSG Chemnitz 6. Senat


Aktenzeichen:

L 6 V 1/03


Urteil vom:

02.09.2003


Orientierungssatz:

1. Der Senat teilt die Auffassung des zweiten Senats des Sächsischen LSG (LSG Chemnitz vom 14. 11.2000 - L 2 V 38/ 97), wonach dann, wenn der Antragsteller vor der Schädigung einen Beruf weder ausgeübt noch begonnen hat, nicht von einem nachweisbar angestrebten Beruf iS des § 30 Abs 2 BVG gesprochen werden kann.

2. Allerdings ist der Senat nicht der Auffassung jenes Senats, dass in einem solchen Fall die Grundsätze des § 7 BSchAV auf die Frage der besonderen beruflichen Betroffenheit zu übertragen sind.

3. Nach Auffassung des Senats kommt bei einer Schädigung im Kindesalter nur die Alternative der Schädigungen in dem Beruf an, der nach Eintritt der Schädigung ausgeübt wurde. Von den Regelbeispielen a) bis c) des § 30 Abs 2 BVG kommt insoweit nur c) in Betracht.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE014251209


Informationsstand: 03.03.2004