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Urteil
Keine Versagung des Krankengeldes in Fällen, in denen der Erkrankte vorsätzlich oder fahrlässig den Erfolg der Heilbehandlung gefährdet

Gericht:

SG Speyer 3. Kammer


Aktenzeichen:

S 3 Kr 44/63


Urteil vom:

11.12.1963


Grundlage:

  • RVO § 192 Abs 1 Fassung 1924-12-15 |
  • TbcG § 29 Abs 1 S 2 Fassung 1959-07-23 |
  • TbcG § 29 Abs 2 Fassung 1959-07-23

Leitsatz:

1. Eine Versagung des Krankengeldes in den Fällen, in welchen der Erkrankt vorsätzlich oder fahrlässig den Erfolg der Heilbehandlung gefährdet, ist nach den derzeitigen Bestimmungen der RVO iVm dem TbcG bzw BSHG nicht zulässig, weil damit Sinn und Zweck der Betreuung von Tuberkulosekranken umgangen werden könnten.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE059470317


Informationsstand: 01.01.1990