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Urteil
Erwerbsminderungsrente für selbständigen Handwerksmeister - Beschäftigung von Auszubildenden - Verweisbarkeit auf Tätigkeit eines Telefonisten

Gericht:

LSG Darmstadt 13. Senat


Aktenzeichen:

L 13 RJ 1212/99


Urteil vom:

25.07.2003


Leitsatz:

1. Ein selbständiger Handwerksmeister, der Auszubildende beschäftigt, ist in die Gruppe des Facharbeiters mit Vorgesetztenfunktion bzw des besonders hoch qualifizierten Facharbeiters einzustufen. Die Beschäftigung und Anleitung von Praktikanten ist demgegenüber nicht ausreichend.

2. Auch ohne Ausbildung von Lehrlingen ist ein Handwerksmeister allerdings der obersten Gruppe zuzuordnen, wenn nach dem Gesamtbild seiner Tätigkeit die meisterlichen Kenntnisse und Tätigkeiten prägend waren, dh er überwiegend mit Arbeiten befasst war, welche die durch die Zusatzausbildung zum Meister vermittelten besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten auf betriebswirtschaftlichem, kaufmännischen, rechtlichem, berufserzieherischem und handwerklichem Gebiet erfordern.

3. Ein Facharbeiter ist auf die Tätigkeit eines Telefonisten sozial zumutbar verweisbar.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE076361515


Informationsstand: 03.03.2004