DIN-Norm

Eine Norm legt einheitliche Standards für Produkte, Dienstleistungen und Verfahren fest wie zum Beispiel Maße, Prüfverfahren oder Sicherheitsanforderungen. Indem Normen weltweit geltende Eigenschaften definieren, fördern sie den freien Warenverkehr und Export, die Rationalisierung, Verständigung und Qualitätssicherung, den Schutz von Mensch und Umwelt sowie die Marktfähigkeit von technischen Innovationen. Zahlreiche Normen sind auch wichtige Grundlagen zur Gestaltung von ergonomischen und barrierefreien Arbeits- und Lebensräumen für Menschen mit Behinderung (z.B. DIN ISO 9999, DIN EN ISO 6385).

Normen sind grundsätzlich freiwillig anwendbar. Sie werden verbindlich, sobald sie Bestandteile von Verträgen sind oder der Gesetzgeber sie vorschreibt. Häufig dienen Normen zur konkreten Ausgestaltung von Richtlinien und Gesetzen.

Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) in Berlin erarbeitet die Normen für Deutschland und weltweit. DIN ist Mitglied bei CEN (Europäisches Komitee für Normung) und ISO (Internationale Organisation für Normung) und vertritt dort die nationalen Interessen für Deutschland.

In Ausschüssen können sich beispielsweise Hersteller, Verbraucher, Handel, Forschungsinstitute oder Behörden am Normungsprozess beteiligen.

Spätestens alle fünf Jahre werden Normen auf deren Stand der Technik überprüft, aktualisiert oder zurückgezogen.

Wichtige Normbezeichnungen

  • DIN: Nationale Norm
  • DIN EN: Übernahme einer europäischen Norm
  • DIN EN ISO: Europaweite Übernahme einer internationalen Norm
  • DIN ISO: Übernahme einer internationalen Norm für Deutschland
  • DIN SPEC: Ergebnis der nicht konsensbasierten, schnellen Standardisierung

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(pt) 2019