Fürsorgestelle

In einigen Bundes­ländern übertragen die Integrations­ämter einen Teil ihrer Aufgaben auf die sogenannten örtlichen Fürsorge­stellen. So werden beispiels­weise in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein Teile der Begleitenden Hilfe im Arbeits­leben und des besonderen Kündigungs­schutzes von den örtlichen Fürsorge­stellen durchgeführt.

Fachstelle für behinderte Menschen im Arbeitsleben

Die Fürsorge­stelle ist im Allgemeinen dem Sozial­amt beim Kreis oder der kreis­freien Stadt zugeordnet und heißt inzwischen Fach­stelle für behinderte Menschen im Arbeits­leben. Die Fachstellen stehen schwer­behinderten Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmern, Arbeit­geber­innen und Arbeit­gebern, Betriebs­rätinnen und Betriebs­räten sowie Personal­räten und Personal­rät­innen und Schwer­behinderten­vertrauens­personen für alle Fragen rund um Arbeit und Be­schäfti­gung zur Verfügung.

Aufgaben im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts

Die örtlichen Fürsorge­stellen sind darüber hinaus mit Aufgaben der Haupt­fürsorge­stellen im Rahmen des sozialen Entschädigungs­rechts nach dem Bundes­versorgungs­gesetz (BVG) beauftragt. Sie sind somit auch Ansprech­partnerinnen für Kriegs­beschädigte, Kriegs­hinterbliebene, Waisen und Opfer nach dem Opfer­entschädigungs­gesetz, Soldaten­versorgungs­gesetz und Infektions­schutz­gesetz (Impf­geschädigte) mit Anspruch auf Leistungen der Kriegs­opfer­fürsorge (Er­gänzende Hilfe zum Lebens­unterhalt, Erholungs­hilfen, Kraft­fahrzeug­beihilfen, Hilfe zur Pflege, Erziehungs­beihilfe, Alten­hilfe).

(ml) 2018