GdB-abhängige Nachteilsausgleiche

Behinderte und schwer­behinderte Menschen haben zum Ausgleich behinderungs­bedingter Nachteile Anspruch auf sogenannte Nachteils­ausgleiche. Diese richten sich nach Art und Schwere der Behinderung, das heißt sie sind abhängig vom Merk­zeichen und vom Grad der Behinderung (GdB). Nachteils­ausgleiche, die bei einem niedrigen GdB angeführt sind, gelten auch für alle höheren GdB.

Nachteilsausgleiche bei GdB 30/40

Nachteilsausgleiche bei GdB 50

Nachteilsausgleiche bei GdB 60

  • Steuerfreibetrag: 720 €
  • Ermäßigter Rund­funk­beitrag bei GdB allein wegen Seh­behinderung

Nachteilsausgleiche bei GdB 70

  • Steuerfreibetrag: 890 €
  • Wahlweise bei der Steuer absetzbar: Entfernungs­kosten­pauschale oder die tatsächlichen Aufwendungen für den Weg zur Arbeit
  • Bei Merkzeichen „G“: Privat­fahrten können steuerlich abgesetzt werden
  • Ermäßigte BahnCard

Nachteilsausgleiche bei GdB 80

  • Steuerfreibetrag: 1.060 €
  • Freibetrag beim Wohngeld bei Pflege­bedürftig­keit (gestaffelt je nach Höhe des GdB)
  • Privat­fahrten können steuerlich abgesetzt werden
  • Ermäßigter Rund­funk­beitrag von 5,83 €, wenn keine Teilnahme an öffentlichen Ver­anstaltungen möglich ist

Nachteilsausgleiche bei GdB 90

Nachteilsausgleiche bei GdB 100

  • Freibetrag beim Wohngeld
  • Ggf. Freibetrag bei der Erbschafts- und Schenkungs­steuer
  • Vorzeitige Verfügung über Bau­sparkassen- bzw. Spar­beträge
  • Frei­betrag beim Wohngeld bei Pflege­bedürftigkeit (gestaffelt je nach Höhe des GdB)
  • Hunde­steuer­ermäßigung für aus­gebildete Hunde (zum Teil auch bei niedrigerem GdB) in vielen Kommunen
(ml) 2017