Inhalt
Icon Literatur
Icon Zeitschriftenbeitrag

Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Stay at Work - Erhalt von und Wunsch nach betrieblichen Maßnahmen bei älteren Beschäftigten mit gesundheitlichen Einschränkungen in Deutschland

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Dettmann, Marieke; Hasselhorn, Hans Martin

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2020, Band 70 (Heft 2), Seite 66-70, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)

Jahr:

2020

Der Text ist von:
Dettmann, Marieke; Hasselhorn, Hans Martin

Der Text steht in der Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, Band 70 (Heft 2), Seite 66-70

Den Text gibt es seit:
2020

Ganzen Text lesen (PDF | 453 KB)

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Hintergrund und Fragestellung:

Arbeit mit Krankheit ist in Deutschland für viele ältere Beschäftigte Alltag geworden, immer mehr von ihnen arbeiten trotz gesundheitlicher Einschränkungen. Betriebliche Maßnahmen sollen hier Gesundheit und Arbeitsfähigkeit und perspektivisch auch die Erwerbsteilhabe sichern. Über Erhalt, Art und Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist hierzulande wenig bekannt.

Datengrundlage und Methoden:

Die Analysen basieren auf Daten der dritten Welle (2018) der deutschen repräsentativen lidA-Interview-Studie (leben in der Arbeit; www.lida-studie.de), die ein Modul zu betrieblichen Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit enthält. Untersucht wurden ältere Beschäftigte, die über eine schlechte Gesundheit berichteten und in Vollzeit, in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt waren (n = 464).

Ergebnisse:

Insgesamt 226 (49 %) der Beschäftigten gaben an, in den letzten zwölf Monaten mindestens eine betriebliche Maßnahme erhalten zu haben. Die häufigsten waren Gespräche (31 %), gefolgt von Veränderungen am Arbeitsplatz (17 %) und Veränderung der Arbeitsaufgaben (14 %). Knapp 60 % aller erhaltenen Maßnahmen wurden als hilfreich bezeichnet. Die tatsächlich erhaltenen Maßnahmen unterschieden sich von gewünschten Maßnahmen deutlich in ihrer Art, Rangordnung und Häufigkeit. Mit 40 % am häufigsten wünschten sich Beschäftigte Veränderungen ihrer Arbeitsaufgaben. Veränderungen am Arbeitsplatz (38 %) lagen an zweiter und Veränderungen der Arbeitszeit (32 %) an dritter Stelle.

Diskussion und Fazit:

Bereits heute finden Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit in relevantem Ausmaß in der betrieblichen Praxis statt. Allerdings weisen die Ergebnisse auf eine Diskrepanz zwischen den erhaltenen und den gewünschten Maßnahmen hin, unter anderem auf ein zu geringes und nicht passgenaues Angebot von Maßnahmen und damit auf ungenutztes Interventionspotenzial von Seiten des Personalmanagements. In Längsschnittstudien sollten Nutzen und Erfolg der Inanspruchnahme von Maßnahmen vertieft untersucht werden.

Wo bekommen Sie den Text?

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Stay at work - received and desired work adjustment measures in older workers with poor health in Germany

Background and objectives:
Working with poor health has become an everyday way of life for many older workers in Germany, with more and more of them working despite health restrictions. Work adjustments are expected to maintain work ability, health and in perspective prolong working lives. In Germany, little is known about the frequency, type and effectiveness of such work adjustment measures.
Data and methods:
The analysis was based on data from the third wave (2018) of the representative German lidA (leben in der Arbeit; www.lida-studie.de) interview study, which includes a specific module on measures at work aiming to maintain work ability and health. Older workers with poor self-reported health, working full-time, part-time or in marginal employment were studied (n = 464).
Results:
Of the participants 226 (49%) had received at least one work adjustment measure within the previous 12 months. Talks (31%), changes in the workplace (17%) and changes in the work tasks (15%) were the most frequent. Almost 60% of all the employees who received work adjustments rated them as having been helpful. Work adjustment measures received differed from what the participants wished to receive with respect to type, ranking and frequency. The most frequently desired measures were changes in work tasks (40%), followed by changes in the workplace (38%) and changes in working times (38%).
Discussion and conclusion:
The findings indicate that nowadays employees with poor health receive workplace adjustment measures to a relevant extent in Germany. Nevertheless, the results indicate a discrepancy between the work adjustments received and the work adjustments desired. This suggests an unused intervention potential on the side of human resource management. In longitudinal studies the use and effectiveness of work adjustment measures should be studied in detail.

Referenznummer:

R/ZS0064/0031

Informationsstand: 27.10.2020