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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Untersuchung der Empfehlungspraxis in Bezug auf die Zuweisung zu Rehabilitationsmaßnahmen - Welche Unterschiede zeigen sich zwischen Reha Assessment-Teilnehmern?

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth

Bibliographische Angaben

Obertitel:

Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien

Autor/in:

Beiderwieden, Kay; Bultmann, W.; Schumacher, S. [u. a.]

Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Seite 80-81, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation

Jahr:

2006

Der Text ist von:
Beiderwieden, Kay; Bultmann, W.; Schumacher, S. [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Deutsche RentenversicherungSeite 80-81

Den Text gibt es seit:
2006

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

In den Berufsförderungswerken werden regelmäßig eine große Anzahl von Behinderten oder von Behinderung bedrohte Menschen einem Assessment unterzogen. Dieses sogenannte Reha-Assessment dient der umfassenden Klärung des Fähigkeitspotenzials in Bezug auf die Anforderungen eines konkreten oder eines perspektivisch angestrebten Arbeitsplatzes beziehungsweise eines Spektrums von Fähigkeiten einer Berufsrichtung. Auf dieser Grundlage wird der Rehabilitationsplan entwickelt und eine Erfolgsprognose erstellt, so dass als Ergebnis des Assessments für jeden Teilnehmer eine individuelle Empfehlung ausgesprochen wird.

Ziel der vorgestellten Untersuchung ist es, anhand zweier Stichproben aus dem Jahr 2004 und 2005 die aktuelle Empfehlungspraxis, bezogen auf unterschiedliche Merkmale der Zielgruppe, zu dokumentieren.

Methodik:

Erhebungsgegenstand sind Diagnosen, soziodemografische Daten, psychosoziale Merkmale der UntersuchungsteilnehmerInnen sowie Entscheidungskriterien der beteiligten Fachleute. Die Datenerhebung erfolgt an den Standorten Dortmund, Hamm, Köln und Oberhausen. Es werden verschiedene statistische Verfahren eingesetzt, um die Unterschiede in der Empfehlungspraxis für unterschiedliche Personengruppen zu verdeutlichen. Zugrunde gelegt werden zwei unabhängige Stichproben von je circa 200 TeilnehmerInnen.

Ergebnisse:

Betrachtet man die Unterschiede zwischen Assessment-TeilnehmerInnen mit und ohne Empfehlung für ein Berufsförderungswerk, zeigen sich in der Stichprobe der Voruntersuchung folgende Unterschiede: Teilnehmer mit einer Empfehlung für ein Berufsförderungswerk sind eher jünger, haben häufiger einen Grad der Behinderung, haben häufiger Krankengeld bezogen, sind häufiger psychisch behindert, haben in einem standardisierten Rating ihrer Schlüsselqualifikationen signifikant geringere Ausprägungen, waren in den letzten drei Jahren vor Beginn des Reha-Assessments häufiger nicht erwerbstätig und verfügen seltener über einen Realschulabschluss. Als Begründung für die Empfehlung in ein Berufsförderungswerk werden lern- und leistungsbehindernde Kriterien am häufigsten genannt (66 Prozent) , gefolgt von behinderungsbedingten (37 Prozent) und psychosozialen (8 Prozent) Kriterien. In einer Folgeuntersuchung an 200 Personen werden die den Empfehlungen zu Grunde liegenden Kriterien weiter differenziert und analysiert.

Diskussion, Schlussfolgerungen und Ausblick:

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse, die eine größere Anzahl von Einschränkungen medizinischer und psychosozialer Natur bei der spezifischen Zielgruppe der Berufsförderungswerke dokumentieren, werden die Erfordernisse einer hohen Betreuungsdichte, einer spezifischen Qualifikation des Personals und individueller, flexibler Qualifizierung im Rahmen der ganzheitlichen beruflichen Rehabilitation diskutiert.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Referenznummer:

R/GL1372x31

Informationsstand: 06.06.2006