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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Maschinen- und Anlagenführer

Wo lag die Herausforderung?

Behinderungsbedingt kann es bei Insulin-Einnahmefehlern, Stress, verzögerte Mahlzeiten und körperlicher Arbeit zur Über- bzw. Unterzuckerung kommen, was bereits vorgekommen ist. Durch bestimmte Symptome kann der Mann dies frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Der Arbeitsplatz musste an die Bedürfnisse des Mannes angepasst werden.

Was wurde gemacht?

Es wurde ein Personennotrufsystem beziehungsweise eine Personen-Notsignal-Anlage angeschafft. So kann der Mann im Notfall Hilfe rufen.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Personen-Notsignal-Anlage wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Anschaffung der Anlage war behinderungsbedingt und sicherheitstechnisch unbedingt erforderlich. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrations- bzw. Inklusionsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen produziert Kunststoffteile.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat Diabetes mellitus und es kann beispielsweise durch Insulin-Einnahmefehler, Stress, verzögerte Mahlzeiten und körperliche Tätigkeiten zur Überzuckerung (Hyperglykämie) oder Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen - was bereits schon einmal in früheren Jahren vorgekommen ist. Durch bestimmte Symptome kann der Mann dies frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren.

Beruf:

Der Mann arbeitet seit einigen Jahren als angelernter Maschinen- und Anlagenführer im Schichtbetrieb beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Maschinen- und Anlagenführer ist im Produktionsbereich einer Werkshalle für drei Maschinen zum Aufschäumen von Kunststoff verantwortlich, d.h. er richtet die Maschinen ein und bedient sie. Die Maschinen befinden sich in einem 20 x 30 m großen Bereich der Werkshalle, der durch einen Sichtschutz vom den anderen Bereichen der Halle getrennt ist. Im Normalfall besteht kein Sicht- oder Rufkontakt, nur zum Transport des Rohmaterials und der Fertigteile sind andere Mitarbeiter im Tätigkeitsbereich des Maschinen- und Anlagenführer anwesend. Dies ist allerdings in der Spätschicht nicht der Fall.

Arbeitsschutz:

Aufgrund des Krankheitsbildes in Verbindung mit der Arbeitsplatzsituation wurde ein Personennotrufsystem bzw. eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) angeschafft. So kann der Maschinen- und Anlagenführer im Notfall Hilfe rufen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Schichtarbeit

Referenznummer:

R/PB4248


Informationsstand: 18.01.2016