Schwerbehinderung

Eine Schwer­behinderung im Sinne des Schwer­behinderten­rechts ist gegeben, wenn bei Menschen ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhn­lichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeits­platz gemäß § 156 SGB IX rechtmäßig im Geltungs­bereich des SGB IX haben (vgl. § 2 Absatz 2 SGB IX).

Menschen mit Behinderung, deren GdB weniger als 50, mindestens jedoch 30 beträgt, werden schwer­behinderten Menschen gleichgestellt, wenn sie andernfalls infolge ihrer Behinderung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder behalten können.

Feststellung der Schwerbehinderung

Die Schwerbehinderten­eigenschaft, der Grad der Behinderung (GdB) und somit die Voraus­setzungen zur Inanspruch­nahme von Nachteils­ausgleichen werden auf Antrag des behinderten Menschen von der zuständigen Versorgungs­verwaltung fest­gestellt, die hierüber auch einen Ausweis ausstellt. Die Gestaltung des Schwer­behinderten­ausweises richtet sich nach der Schwer­behinderten­ausweis­verordnung (SchwbAwV).

Antrags­formulare gibt es bei den Versorgungs­verwaltungen, Integrations­ämtern, örtlichen Fürsorge­stellen und Sozialämtern, bei den Behinderten­verbänden sowie häufig auch bei den Schwer­behinderten­vertretungen in den Betrieben und Dienststellen.

(ml) 2018