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Dokumentart(en): Buch/Monografie Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Mobbing am Arbeitsplatz - eine interdisziplinäre Betrachtung

Bibliographische Angaben

Obertitel:

Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 269

Autor/in:

Brede, Nathalie M.

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Hamburg: Kovac, 2021, 286 Seiten, ISBN: 978-3-339-11434-1 (Print); 978-3-339-11435-8 (E-Book)

Jahr:

2021

Der Text ist von:
Brede, Nathalie M.

Der Text ist in diesem Verlag erschienen:
Kovac

Den Text gibt es seit:
2021

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Verhaltensbiologisch betrachtet ist Mobbing alt. Leymann hat die öffentliche Diskussion eröffnet. Arbeitsrechtlich wahrgenommen wurde Mobbing durch Wickler und die Rechtsprechung des Landesarbeitsgerichts Thüringen im Jahre 2001. Daraufhin folgten vielfältige fachliche und gesellschaftliche Beiträge. Der Umgang mit Mobbing ist in der juristischen Praxis dennoch schwierig. Trotz vergleichbarer Auswirkungen sind vor Gerichten unterschiedliche Behandlungen der Fälle zu beobachten. Bis heute fehlt ein Rechtsbegriff.

Im Wege der Begriffsexplikation wird vom Bisherigen ausgehend, über die Beschreibung im Kontext auftauchender Begriffe, die alte, in ihren konkreten Abgrenzungen unscharfe Bezeichnung Mobbing durch den neuen Rechtsbegriff Mowalt ersetzt. Hierzu wird ein Überblick über die bisherige rechtliche Situation in verschiedenen Fallkonstellationen in arbeitsrechtlicher, strafrechtlicher und sozialrechtlicher Sicht gegeben. Terminologische Grundlagen, Kontextbezeichnungen, auch ICD-10, Äußerungen aus Rechtsprechung und juristischer Literatur werden zusammengetragen und Überlegungen zu einer umgekehrten Sozialadäquanz angestellt.

Zur Erfassung des Phänomens finden sogenannte "Klassiker" und weitere Beiträge verschiedener Wissenschaftler aus Verhaltensforschung, Medizin, Soziologie, Psychologie, Neurobiologie und philosophische Aspekte mit Blick auf geltende Konventionen und die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Raum. Deutlich werden Bedürfnis und Notwendigkeit einer rechtssicheren Grundlage zur Behandlung solcher Zusammenhänge. Im Ergebnis wird das Explikandum durch das Neue, das Explikat, ersetzt, das als Rechtsbegriff ausgestaltet wird. Ein Gesetzentwurf folgt.

Motiviert durch sozialpsychiatrische und neurobiologische Einflüsse und Ansätze der Gehirn-und-Geist-Forschung, die in inter- und multidisziplinär-wissenschaftlichen Projekten immer wieder Ansatzpunkte liefert, schließt die Arbeit mit einem Ausblick und Anregungen für weitere Forschungen, die über bisherige Betrachtungen und Grenzen bisher gewohnter Kategorien hinausgehen.

[Aus: Verlagsinformation]

Wo bekommen Sie den Text?

Verlag Dr. Kovač
https://verlagdrkovac.de/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Verlag Dr. Kovač
https://verlagdrkovac.de/

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Mobbing under labor law

From a behavioral point of view, mobbing or bullying are nothing new. Leymann opened the public discussion. Mobbing appeared under labor law by Wickler and the case law of the Thuringia Regional Labor Court in 2001. Since then, it has gained diverse professional and social awareness. Dealing with bullying is still difficult in legal practice. Comparable cases can be treated different in courts. A legal term is still missing. The term explication starts from the previous, through the description of terms that appear in the context, the old term, which is vague, is replaced by the new legal term Mowalt. For this purpose, an overview of the previous legal situation in various case constellations is given in terms of labor law, criminal law and social law. Terminological basics, context names, including ICD-10, statements from case law and legal literature are included and considerations are made about a reverse social adequacy. So-called "classics" and other contributions by various scientists from behavioral research, medicine, sociology, psychology, neurobiology and philosophical aspects with a view to applicable conventions and the case law of the Federal Constitutional Court are used to capture the phenomenon. The need and necessity of a legally secure basis for dealing with such situations become clear. As a result, the explicandum is replaced by the new, the explicate, which is developed as a legal term. The legal concept is followed by a draft bill. Motivated by social-psychiatric and neurobiological influences and approaches from brain and mind research, which provide starting points in inter- and multidisciplinary scientific projects, the work concludes with an outlook and suggestions for further research that goes beyond previous considerations and limits beyond the usual categories.

Referenznummer:

R/NV2925x16

Informationsstand: 04.08.2021