Inhalt
Icon Literatur
Icon Zeitschriftenbeitrag

Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Aktivierende Erwerbsminderungsrente? Zur Rückkehr auf den Arbeitsmarkt nach Erwerbsminderung

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Brussig, Martin; Drescher, Susanne; Kalina, Thorsten

Herausgeber/in:

Friedrich-Schiller-Universität Jena - Institut für Soziologie; Humboldt-Universität Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

Quelle:

Berliner Journal für Soziologie, 2020, 20. Jahrgang, Berlin: Springer, ISSN: 0863-1808 (Print); 1862-2593 (Online)

Jahr:

2020

Der Text ist von:
Brussig, Martin; Drescher, Susanne; Kalina, Thorsten

Der Text steht in der Zeitschrift:
Berliner Journal für Soziologie, 20. Jahrgang

Den Text gibt es seit:
2020

Ganzen Text lesen (HTML)

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Die Sicherung gegen Erwerbsminderung gehört zu den klassischen Aufgaben des Sozialstaates. Im deutschen Rentenrecht sind Erwerbsminderungsrenten grundsätzlich zu befristen. Darin drückt sich die Annahme aus, dass eine Erwerbsminderung im Regelfall nur vorübergehend währen würde. Durch die Reform des Erwerbsminderungsrechts 2001 wurde das Ziel der Rückkehr in Beschäftigung gestärkt.

Der Beitrag untersucht, wie oft vor Vollendung des 60. Lebensjahres nach einer Erwerbsminderungsrente der Übergang in Beschäftigung gelingt und wem sie gelingt. Die Untersuchungsergebnisse auf Basis der Versichertenkontenstichprobe 2015 zeigen, dass 12,6 Prozent der ehemaligen Erwerbsminderungsrentner_innen zwölf Monate nach dem Auslaufen der Rente wieder in Beschäftigung sind; weitere 8,7 Prozent sind arbeitslos.

Der überwiegende Anteil scheidet mit Vollendung des 60. Lebensjahres aus der Beobachtung aus; hier ist letztlich ein dauerhafter Rentenbezug sehr wahrscheinlich. Vor allem Jüngeren gelingt der Übergang in einen erwerbsnahen Zustand (beschäftigt oder arbeitslos). Auch nach dem Ende einer Erwerbsminderungsrente sind die Erwerbsverläufe oft instabil. Eine Wirkung aufgrund der Reform von 2001 ist nicht zu erkennen.

Wo bekommen Sie den Text?

Berliner Journal für Soziologie
https://link.springer.com/journal/11609

***Open access / Freier Zugang zu den Beiträgen der Zeitschrift***

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Berliner Journal für Soziologie
https://link.springer.com/journal/11609

***Open access / Freier Zugang zu den Beiträgen der Zeitschrift***

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Reduced earning capacity pensions as an instrument for activation? Return to work after a reduction in earning capacity

Protection from reduced earning capacity is one of the classic tasks of the welfare state. Under German pension law, reduced earning capacity pensions are generally limited in time. This reflects the assumption that a reduction in earning capacity would normally only be temporary. The reform of the system in 2001 strengthened the statutory goal of return to work. This article examines how often the transition from disability benefits to employment is successful before the age of 60 and for whom. The results based on social security data show that 12.6 per cent of formerly incapacitated persons are back in employment within twelve months after the pension expires; a further 8.7 per cent are unemployed. The overwhelming majority drops out of observation when they reach the age of 60; in this case, it is highly probable that they will receive a permanent pension. Younger people, in particular, are successful in transitioning to a situation close to employment (employed or unemployed). Even after the end of reduced earning capacity benefits, employment histories remain often unstable. An effect of the 2001 reform is not discernible.

Referenznummer:

R/ZA8783

Informationsstand: 19.05.2020