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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Wer bin ich denn alleine?

Über das schwierige Verhältnis zwischen behinderten Menschen und ihren Assistenten

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Unger, Sabine

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

HANDICAP, 2005, 12. Jahrgang (Heft 1), Seite 138-144, München: Belitz & Neumann

Jahr:

2005

Der Text ist von:
Unger, Sabine

Der Text steht in der Zeitschrift:
HANDICAP, 12. Jahrgang (Heft 1), Seite 138-144

Den Text gibt es seit:
2005

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Bundesweit hat sich ein Modell zur Bewältigung des Lebens mit Handicap etabliert: Menschen mit körperlichen Einschränkungen beschäftigen persönliche Assistenten, die ihnen ein selbstständiges Leben unabhängig von Pflegediensten und Heimen ermöglichen.

Sie sind offizielle Arbeitgeber, zuständig für Arbeitsverträge, die Lohnabrechnung und die Personalführung. Bis zu 24 Stunden am Tag verbringen die Assistenten mit ihren Arbeitgebern, sind vom Kochen bis zur Intimpflege für alle Belange des Lebens zuständig. In dieser Nähe entsteht eine besondere Form der Arbeitsbeziehung, in der so manche schwierige Situation zu meistern ist und die den Beteiligten eine hohe soziale Kompetenz abverlangt.

Grundsätzlich kann jeder Assistent werden, es gibt keine Zugangsvoraussetzungen. Allerdings reicht der Wunsch, Geld zu verdienen als einzige Motivation nicht aus. Die Bewerber müssen die richtige Vorstellung von der Tätigkeit haben, sie müssen engagiert sein. Der vordringliche Wunsch, jemandem etwas Gutes zu tun, birgt die Gefahr, den Behinderten zu bevormunden, ihm seine Vorstellungen aufzudrücken und ihn nicht als selbstständiges Individuum wahrzunehmen. Assistenten müssen flexibel und zuverlässig sein. Ebenso müssen sie bereit sein, eine große Verantwortung zu übernehmen. Vor allem müssen sie mit Kritik umgehen können.

"Wir wollen keine Ausbildung für Assistenten." so Andrea Barth, Verbund behinderter Arbeitgeber, München. "Unsere These ist: Wir als Arbeitgeber sind die besten Ausbilder und wir wollen bestimmen, wer was mit uns macht. Hilfs- und Beratungsangebote sind sinnvoll und oftmals notwendig. Aber alle Eingriffe von außen würden dem Grundgedanken der Selbstbestimmung entgegenstehen."

In dem Artikel kommen sowohl Arbeitgeber als auch Assistenten zu Wort und berichten über ihre unterschiedlichen Erfahrungen.

Wo bekommen Sie den Text?

HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
http://www.handicap.de

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Referenznummer:

R/ZS0130/0018

Informationsstand: 02.05.2005