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Urteil
sozialgerichtliches Verfahren - Verurteilung - Beigeladener Versicherungsträger - Entschädigungsanspruch - NVA-Soldat - freiwilliger Wehrdienst - Härteausgleich - Gleichheitssatz

Gericht:

LSG Mainz 7. Senat


Aktenzeichen:

L 7 U 148/96


Urteil vom:

18.03.1998


Grundlage:

  • SGG § 77 |
  • BVG § 1 Abs 1 |
  • GG Art 3 Abs 1 |
  • SGG § 75 Abs 5 |
  • SGB 10 § 44 Abs 1 |
  • BVG § 82 Abs 2 |
  • BVG § 89 Abs 1 |
  • AAÜGÄndG Art 3 § 1 S 1 Nr 2 |
  • FRG § 5 Abs 1 Nr 1 |
  • FRG § 6 |
  • RVO § 1150 Abs 2 S 1 |
  • SGB 7 § 215 Abs 1 |
  • SGG § 180 |
  • SGG § 181 S 1

Leitsatz:

1. Das Sonderversorgungssystem der Nationalen Volksarmee (NVA) der ehemaligen DDR ist kein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung iS von § 5 Abs 1 Nr 1 iVm § 6 FRG.

2. Die Verurteilung eines Beigeladenen gemäß § 75 Abs 5 SGG ist nicht zulässig, wenn dieser dem Kläger gegenüber einen bindenden Bescheid erlassen hat, in dem der gegen ihn geltend gemachte Anspruch abgelehnt worden ist (Anschluß an BSG vom 13.8.1981 - 11 RA 56/ 80 = SozR 1500 § 75 Nr 38 und BSG vom 31. 5. 1998 - 2 RU 67/87).

3. Daß ein Soldat der NVA, der in Ausübung seines freiwilligen Dienstes einen Unfall erlitten und vor dem 19. 5.1990 seinen gewöhnlichen Aufenthalt in das Gebiet der alten Bundesländer verlegt hat, für die Zeit vor dem Inkrafttreten des Art 3 AAÜG-ÄndG am 1.1.1997 keinen Entschädigungsanspruch für diesen Unfall geltend machen kann, verstößt nicht gegen Art 3 Abs 1 GG.

Rechtsweg:

SG Mainz Urteil vom 02.04.1996 - S 6 U 119/95
anhängig BSG B 2 U 19/98 R

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE020220422


Informationsstand: 05.10.1998