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Urteil
Herabsetzung - GdB - Heilungsbewährung - Thrombose

Gericht:

LSG Berlin 11. Senat


Aktenzeichen:

L 11 Vs 6/93


Urteil vom:

30.09.1993


Grundlage:

Orientierungssatz:

1. Für die Aufhebung eines Feststellungsbescheides wegen wesentlicher Änderung der Verhältnisse nach Ablauf der Heilungsbewährung (hier: Thrombose) kommt es auf die dem Leistungsbescheid zugrunde liegenden maßgeblichen tatsächlichen Verhältnisse an, die sich objektiv und aus der Sicht des Betroffenen aus dem zur Bewertung des GdB eingeholten medizinischen Gutachtens ergeben. Ist daraus erkennbar, daß vorläufig ein im Verhältnis zu den tatsächlichen Funktionsstörungen überhöhter GdB unter Berücksichtigung einer Heilungsbewährung festgesetzt worden ist, ist die spätere Herabsetzung des GdB wegen abgelaufener Heilungsbewährung möglich. Einer ausdrücklichen Erwähnung des Gesichtspunkts der Heilungsbewährung im Ursprungsbescheid bedarf es nicht, denn im Schwerbehindertenverfahren reicht grundsätzlich die Angabe der medizinischen Diagnose und des Grades der Behinderung im Bescheid aus (Abweichung von LSG Berlin vom 14.1.1992 - L 13 Vs 15/89 - und vom 25.2.1992 - L 13 Vs 47/91 -; vgl BSG vom 26.2. 1986 - 9a RV 36/84-, vom 6.12.1989 - 9 RVs 3/89 = SozR 3870 § 4 Nr 3 und vom 11.11. 987 - 9a RVs 1/87 = SozR 1300 § 48 Nr 43).

Fundstelle:

Bibliothek BSG

Rechtszug:

vorgehend SG Berlin 1992-12-21 S 44 Vs 144/92

Zit:
Abweichung LSG Berlin 1992-01-14 L 13 Vs 15/89
Abweichung LSG Berlin 1992-02-25 L 13 Vs 47/91
Vergleiche BSG 1986-02-26 9a RV 36/84
Vergleiche BSG 1987-11-11 9a RVs 1/87
Vergleiche BSG 1989-12-06 9 RVs 3/89

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE016953408


Informationsstand: 13.09.1994