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Urteil
Herabsetzung - GdB - Brustamputation - Heilungsbewährung - psychische Folgeerkrankung - Feststellung - Gesamt-GdB

Gericht:

SG Hamburg 29. Kammer


Aktenzeichen:

29 VS 645/89


Urteil vom:

28.09.1992


Grundlage:

Leitsatz:

1. Der GdB für eine wegen einer Krebserkrankung erfolgten einseitigen Brustamputation ist nach Ablauf der Heilungsbewährung mit 30 zu bemessen.

2. Etwaige psychische Folgeerkrankungen sind gesondert zu bewerten (Abweichung von SG Frankfurt vom 2.6.1989 - S - Z/Vb 2019/87).

Orientierungssatz:

1. Bei der Feststellung des Gesamt-GdB ist unter Berücksichtigung der Anhaltspunkte regelmäßig von der Behinderung mit dem höchsten Einzel-GdB auszugehen und für die weiteren Behinderungen zu prüfen, ob sie in ihren Auswirkungen voneinander unabhängig sind, sich aufeinander besonders nachhaltig auswirken und gegebenenfalls sich in ihren beeinträchtigenden Einwirkungen überschneiden oder sogar zu keiner Verstärkung des Behinderungszustandes führen.

Fundstelle:

Bibliothek BSG

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE016403408


Informationsstand: 17.02.1994