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Urteil
Prüfung der Zulässigkeit der Berufung im Revisionsverfahren - Verfahrensmängel - Anwendung des Paragraph 148 Nr 2 SGG

Gericht:

BSG 9a. Senat


Aktenzeichen:

9a RV 42/82


Urteil vom:

28.03.1984


Grundlage:

  • SGG § 148 Nr 2 |
  • SVG § 81 |
  • SVG § 80 |
  • SVG § 85 Abs 1 |
  • SVG § 88 Abs 7 Nr 3 |
  • SGG § 150 Nr 3

Leitsatz:

1. Eine sozialgerichtliche Entscheidung über einen Ausgleich nach § 85 Abs 1 SVG ist für den Versorgungsanspruch nach § 80 SVG nur verbindlich, wenn auch über den ursächlichen Zusammenhang einer Gesundheitsstörung mit einer Schädigung rechtskräftig entschieden worden ist.

Orientierungssatz:

Prüfung der Zulässigkeit der Berufung im Revisionsverfahren - Verfahrensmängel - Anwendung des § 148 Nr 2 SGG:
1. Bei einer zugelassenen Revision hat das Revisionsgericht auch ohne eine entsprechende Rüge der Beteiligten zu prüfen, ob von Amts wegen zu beachtende Verfahrensmängel vorliegen. Das sind Verstöße gegen prozeßrechtliche Grundsätze, welche im öffentlichen Interesse zu beachten sind und deren Befolgung dem Belieben der Beteiligten entzogen ist. Dabei ist es unerheblich, ob der Mangel nur das Revisionsverfahren oder schon das Klage- oder Berufungsverfahren betrifft. Zu diesen von Amts wegen zu beachtenden Verfahrensmängeln gehört die rechtsirrige Annahme des Berufungsgerichts, daß die Berufung zulässig gewesen sei (vgl BSG vom 1981-04-23 1 RA 25/80 = SozR 1500 § 46 Nr 12 und BSG vom 1983-01-26 1 RA 55/81 = SozR 1500 § 146 Nr 14).

2. Bei Streitigkeiten, für die nach dem SVG der Rechtsweg zu den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit eröffnet ist, ist § 148 Nr 2 SGG anzuwenden (vgl BSG vom 1980-01-30 9 RV 34/78 = SozR 1500 § 148 Nr 4).

Rechtszug:

vorgehend SG München 1980-10-17 S 25 V 1781/78
vorgehend LSG München 1982-07-20 L 15 V 28/81

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE015471119


Informationsstand: 01.01.1990