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Urteil
Nachsorgebehandlung Suchtkranker als medizinische Rehabilitationsleistung - Erstattungsfähigkeit von Barleistungen während der Maßnahme

Gericht:

LSG Mainz 2. Senat


Aktenzeichen:

L 2 J 279/88


Urteil vom:

28.05.1990


Grundlage:

  • BSHG § 39 |
  • RVO § 1236 Abs 1 |
  • BSHG §§ 39ff |
  • RVO § 1237 |
  • SGB 10 § 104 Abs 1 S 1 |
  • BSHG § 12 |
  • BSHG § 21 |
  • RVO § 122 Fassung 1964-01-01 |
  • RVO § 1237b Abs 1 Nr 6 |
  • RVO § 1242 |
  • SGB 10 § 104 Abs 3

Orientierungssatz:

1. Die Nachsorgebehandlung eines Suchtkranken in einem Therapiezentrum zur Förderung und/oder Betreuung erwachsener chronisch alkohol- oder medikamentenabhängiger Frauen und Männer stellt eine Leistung der medizinischen Rehabilitation iS des § 1237 RVO dar.

2. Diese vom Träger der Sozialhilfe während der Therapie gemäß §§ 12, 21 BSHG gewährten Beihilfen einschließlich Taschengeld sind nach § 104 Abs 3 SGB 10 nicht erstattungsfähig, wenn die für den vorrangig Verpflichteten geltenden Vorschriften, hier die §§ 1237, 1237b Abs 1 Nr 6, 1242 RVO, solche Leistungen nicht als Leistungen der medizinischen Rehabilitation vorsehen.

Rechtszug:

vorgehend SG Koblenz 1988-11-18 S 11 J 592/87
nachgehend BSG 1991-02-27 5 RJ 51/90

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE005671414


Informationsstand: 01.01.1990