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Urteil
Leistungspflicht der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Tuberkulosehilfe

Gericht:

BSG 4. Senat


Aktenzeichen:

4 RJ 73/73


Urteil vom:

29.03.1973


Grundlage:

  • RVO § 1244a Fassung 1959-07-23 |
  • RVO § 1235 Nr 1 Fassung 1957-02-23 |
  • BSHG § 48 Fassung 1969-09-18

Leitsatz:

1. Die Pflicht des Trägers der Rentenversicherung zur Tuberkulosebekämpfung beginnt schon bei Tuberkuloseverdacht,
wenn deswegen eine Behandlung nach Maßgabe des RVO § 1244a im Interesse der Heilung des Kranken und des Schutzes seiner Umgebung vor Ansteckung (vgl BSHG § 48) geboten ist (Weiterführung von BSG 1971-11-24 4 RJ 275/71 = BSGE 33, 225). Sonstiger Orientierungssatz:

Leistungspflicht der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Tuberkulosehilfe:
1. Leistungen, die ein Rentenversicherungsträger im Rahmen der Tuberkulosehilfe (BSHG § 48) gewährt, sind keine Maßnahmen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit iS von RVO § 1235 Nr 1, sondern dienen der Seuchenbekämpfung. Diese Entscheidung wird zitiert von:
BSG 1977-04-26 4 RJ 81/76 Weiterführung

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE053070318


Informationsstand: 01.01.1990