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Urteil
Authentische Gesetzesinterpretation und fiktive Rentenberechnung im sogenannten Hätteberuf

Gericht:

LSG München 7. Senat


Aktenzeichen:

L 07/V 0151/85


Urteil vom:

21.11.1985


Grundlage:

  • BSchAV § 3 Abs 1 |
  • BVG § 48 Abs 1 S 1 Fassung 1985-06-04 |
  • LohnStatG

Leitsatz:

1. § 48 Abs 1 S 1 BVG in der ab 1.7.1985 geltenden Fassung ist auch auf noch nicht abgeschlossene Verfahren anzuwenden, weil im Verhältnis zur früheren Regelung ein Fall von sogenannter "authentischer Gesetzesinterpretation" vorliegt.

2. Für die fiktive Rentenberechnung im sogenannten "Hätteberuf" ist abweichend vom Rundschreiben des BMA vom 29.11.1974 ( BVBl 1975, 4 ff) auf die konkreten Bruttoverdienste zurückzugreifen, die das Statistische Bundesamt aufgrund des Gesetzes über die Lohnstatistik laufend ermittelt und amtlich bekannt macht (§ 3 Abs 1 DVO zu § 30 Abs 3 bis 6 BVG analog).

Rechtszug:
vorgehend SG München 1985-02-05 S 39/V 2266/84

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE017371119


Informationsstand: 01.01.1990