Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation (UK) ist eine ergänzende oder ersetzende Kommunikation. Der Begriff umfasst alle Kommunikationsformen, welche die Lautsprache ergänzen oder ersetzen. Dabei wird unterschieden zwischen körpereigenen und körperfernen Kommunikationsformen:

  • Körpereigene Kommunikationsform umfasst Gestik, Mimik, Körpersprache, Blickkontakt und Gebärden oder Handzeichen. Für diese Art der UK sind keine Hilfsmittel notwendig.
  • Körperferne Kommunikationsform beinhaltet elektronische oder nichtelektronische Kommunikationshilfen. Dies können Kommunikatoren, Symboltafeln, Gegenstände oder Fotografien sein.

UK ist am effizientesten, wenn diese multimodal angewendet wird, das heißt mehrere Kommunikationsformen kombiniert werden. Dadurch soll eine unabhängige und effektive Kommunikation im Alltag ermöglicht werden. Die Kommunikationsformen werden für jeden Nutzenden individuell bestimmt und eingerichtet, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Es kann zwischen vier Formen unterschieden werden, ab wann UK eingesetzt wird:

  • bei sprechmotorisch stark eingeschränkten Personen:
    UK wird als Ausdrucksmittel eingesetzt. Die Personen verfügen über ein gutes Sprachverständnis, können sich aber nicht deutlich ausdrücken.
  • bei kognitiv eingeschränkten oder in der Sprachentwicklung beeinträchtigten Personen:
    UK wird zum Spracherwerb oder den Wiedererwerb der Sprache eingesetzt und unterstützt beim Verstehen und dem Gebrauch von Sprache.
  • bei Personen mit einer unverständlichen Sprache:
    UK unterstützt die vorhandene Sprache, damit sich die Person verständlich und klar ausdrücken kann.
  • bei Personen, die nicht sprechen können:
    UK wird als Ersatzsprache eingesetzt. Dies sollte zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt geschehen, um eine schnelle Versorgung und Eingewöhnung zu ermöglichen.
pe 2019