Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

Weiterbildung

Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung oder Fortbildung dienen dazu, berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, zu erweitern, der technischen Entwicklung anzupassen oder einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen. Hintergrund sind insbesondere die steigenden Anforderungen der Arbeitswelt, die sich während eines Arbeitslebens stets verändern.

Die berufliche Weiterbildung soll damit nachhaltig die Beschäftigungs­chancen des Einzelnen erhöhen und den Arbeitskräfte­bedarf des Arbeitsmarktes langfristig sicherstellen. Weiterbildungs­maßnahmen werden privat oder durch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bezahlt und teilweise staatlich gefördert. Auch arbeitslosen Menschen werden häufig geförderte Weiterbildungs­maßnahmen angeboten, um ihre Beschäftigungs­chancen zu erhöhen.

Formen der Weiterbildung

  • Anpassungs­fortbildung: Weiterbildung zur Erlangung wichtiger Zusatz­qualifikationen, damit der bisherige Beruf weiter ausgeübt werden kann.
  • Umschulung: Weiterbildung, die beispielsweise gewährt wird, wenn im Verlauf eines Berufs­lebens eine Behinderung auftritt, deshalb der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann und ein neuer Beruf erlernt werden muss.
  • Aufstiegs­weiterbildung: Weiterbildung, die gewährt wird, wenn der Beruf nur dann weiter ausgeübt werden kann, wenn man in der Lage ist, im Betrieb eine verantwortliche Position zu übernehmen. Hierzu zählen etwa Aufstiegs­lehrgänge in der Wirtschaft oder Laufbahnlehrgänge im Öffentlichen Dienst.

Sofern im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben die Teilnahme an allgemeinen Weiter­bildungs­maßnahmen wegen Art und Schwere der Behinderung nicht möglich ist, kann die Maßnahme in einer besonders auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichteten Einrichtung, zum Beispiel einem Berufsförderungswerk, durchgeführt werden.

Die Zuständigkeit und die Voraussetzungen für die Leistungen zur Teilhabe richten sich nach den für den jeweiligen Rehabilitations­träger geltenden Leistungs­gesetzen.

Im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben können auch Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten für schwerbehinderte Menschen gefördert werden.

(ml) 2017