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News 10

26.05.2020 | Zweiter Förderaufruf Bundesprogramm rehapro

Projektskizzen bis spätestens 04.09.2020 bei der Fachstelle rehapro einreichen

Logo rehapro

Der 2. Förderaufruf zum Bundesprogramm rehapro wurde am 25. Mai 2020 im Bundesanzeiger (BAnz AT 25.05.2020 B3) veröffentlicht.

Die besonderen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie führen derzeit in allen Lebens- und Arbeitsbereichen zu großen Herausforderungen. Auch die antragsberechtigten Jobcenter und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung sind wegen der aktuellen Entwicklungen mit besonderen Aufgaben in ihren jeweiligen Zuständigkeiten konfrontiert. Momentan ist es nicht absehbar, mit welchen zukünftigen Entwicklungen wir konfrontiert sein werden und wie sich diese auf die weitere Umsetzung des Bundesprogramms rehapro auswirken.

Wegen der Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie ist daher auch kein „richtiger“ oder „ besserer“ Zeitpunkt für den Start des zweiten Förderaufrufs absehbar. Es ist weiterhin eine wichtige Aufgabe und auch eine Chance, den gesetzlichen Auftrag aus § 11 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch zu erfüllen und innovative Ansätze mit Modellprojekten zur Stärkung der Rehabilitation zu erproben. Daher hat sich das BMAS entschieden, den zweiten Förderaufruf zum Bundesprogramm rehapro zu starten.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Herausforderungen können in einzelnen Modellprojekten aufgegriffen und entsprechende innovative Ansätze und Konzepte erarbeitet und eingereicht werden. Aufgrund der aktuellen Situation wird für die Erarbeitung und Einreichung der Projektskizzen ein längerer Zeitraum eingeplant. Die Jobcenter und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung können aussagekräftige Projektskizzen spätestens bis zum 4. September 2020 bei der Fachstelle rehapro einreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesprogramms rehapro www.modellvorhaben-rehapro.de.

19.05.2020 | Vernetzt euch!

Neues Internetportal von und für Akademiker*innen mit Behinderung

Logo ixnet: Inklusives Expert*innen-Netzwerk

Das innovative Internetportal des Inklusiven Expert*innen Netzwerks (iXNet) von und für Akademiker*innen mit Behinderung geht an den Start. Durch ein breites Spektrum an Informationen, Peer-Support, Beratung und themenspezifischen Austausch will das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderte Projekt Akademiker*innen mit Behinderungen auf ihrem beruflichen Weg stärken und ihre Beschäftigungsperspektiven nachhaltig verbessern.

„Das Internetportal bietet vielfältige, fundierte und niedrigschwellige Auskünfte zu den Bereichen Berufs- und Arbeitssuche sowie Arbeiten und Leben. Darüber hinaus bietet es aber auch spannende Möglichkeiten zu Austausch und Beratung, z.B. in einem Online-Forum und durch Peer-Beratung. „Nach dem Motto: Vernetzt euch!, sollen auch langfristige Bündnisse für strukturelle Verbesserungen entstehen“, so Dr. Monika Schröttle, Leiterin von iXNet.

Abgerundet wird das Angebot durch Auskünfte für Arbeitgeber*innen, die Akademiker*innen mit Behinderung beschäftigen wollen. Die digitale Plattform wird ergänzt durch ein Mentoring-Programm, an dem in zwei Durchgängen insgesamt 80 Personen teilnehmen.

Das Projekt wird durchgeführt vom Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS) in Kooperation mit dem Hildegardis-Verein e.V., dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) - REHADAT und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Das barrierearme Angebot wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Es eröffnet die Möglichkeit, dass Menschen mit Behinderung, Mitstreiter*innen und am Thema Interessierten in Kontakt kommen und im Sinne der Inklusion gemeinsam etwas bewegen.

Hier können Sie die neue Site aufrufen: www.ixnet-projekt.de.

18.05.2020 | In English, please!

REHADAT-Assistive Products online

Zwei Hände schweben über einem Smartphone - im Vordergrund kann man eine Braille-Zeile erkennen

REHADAT bietet sein umfangreiches Portal zum Thema Hilfsmittel jetzt auch auf Englisch an. Ob Gehhilfen oder digitale Montagesysteme – mit rund 13.000 Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen sowie über 2.600 Hersteller- und Vertriebsadressen bietet das Portal umfangreiche Informationen und unterstützt bei der schnellen Suche nach einem passenden Produkt. Die künstliche Intelligenz DeepL hat bei der automatischen Übersetzung unterstützt.

Hier rufen Sie das Portal direkt in englischer Sprache auf: www.rehadat-hilfsmittel.de/en.

18.05.2020 | Unterstützung bei Hochschulreife

Neues Stipendium in NRW

Logo Stiftung Lebensspur

Die Stiftung Lebensspur vergibt 2020 erstmals Stipendien für schwerbehinderte Schüler und Schülerinnen ab Klasse 10 mit dem Ziel der Erlangung der Hochschulreife.

Das Stipendium richtet sich an schwerbehinderte Schüler und Schülerinnen:

  • des Landes Nordrhein-Westfalen
  • der Sekundarstufe II sowie der 10. Klasse der Realschule
  • mit einer Hör-, Seh- bzw. Körperbehinderung
  • Förderhöhe maximal 30 Monate je 100 Euro pro Monat
  • Bewerbungsfrist ist der 31. Juli 2020

Mehr Informationen finden Sie hier: www.stiftung-lebensspur.de.

11.05.2020 | Neu bei REHADAT-Forschung

Drei spannende Projekte zu den Themen Teilhabeforschung, Beschäftigung junger Menschen mit Autismus und barrierefreie E-Books

Logo REHADAT-Forschung

Wir möchten Sie auf drei interessante laufende Projekte hinweisen, die wir kürzlich im Portal eingestellt haben.

In dem ersten Projekt geht es um die Förderung der Teilhabeforschung und die Verbesserung des Wissens über die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen. Dazu wird im Projekt u. a. ein jährlicher Teilhabebericht erstellt.

Das zweite Projekt zielt auf die Verbesserung der Beschäftigungschancen von jungen Menschen mit hochfunktionalem Autismus auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei wird auch die Unternehmensperspektive beleuchtet. Im Rahmen des Projektes werden Förderfaktoren und Barrieren nach Ausbildungsabschluss beim Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermittelt und analysiert, Empfehlungen erarbeitet sowie diverse Praxismaterialien und Maßnahmen zur Information und Unterstützung der Vermitttlungsarbeit junger Menschen mit Autismus entwickelt.

Das dritte Projekt möchte die Anzahl und Vielfalt an barrierefreien Publikationen erhöhen, um so den Zugang zu Information, Kultur und Wissen für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen zu verbessern. Dazu wird eine Studie durchgeführt, auf deren Basis ein Konzept als Umsetzungsempfehlung für alle Medibus-Bibliotheken erarbeitet wird, damit diese ihre Inhalte in barrierefreier Form auch digital anbieten können. Der Leitfaden wird u. a. Empfehlungen für Lesesoftware, Produktionswerkzeuge und Sicherungsverfahren enthalten.

Wenn Sie auf die Titel klicken, gelangen Sie direkt zur jeweiligen Projektbeschreibung in REHADAT-Forschung:

Teilhabeforschung: Inklusion wirksam gestalten
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V.
Förderung: Aktion Mensch Stiftung
Abschluss: 30.04.2023

AUT-1A: Von der Qualifizierung zur nachhaltigen Beschäftigung junger Menschen mit hochfunktionalem Autismus auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung der Unternehmensperspektive
Berufsbildungswerk St. Franziskus Abensberg / Bugenhagen Berufsbildungswerk / Christophorus-Werk Lingen e.V.
Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Abschluss: 30.09.2021

Barrierefreie E-Books
Mediengemeinschaft für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen e.V. / Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen)
Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Abschluss: 14.03.2021

11.05.2020 | Neue Such-Möglichkeit bei REHADAT

Ariadne liefert Antworten

Eine junge Frau mit schwarzen Haaren fragt 'Wie kann ich Ihnen helfen?'

Bei REHADAT gibt es jetzt mit Ariadne eine neue Möglichkeit, die umfangreichen Inhalte zu durchforsten und Antworten auf individuelle Fragegestellungen zu bekommen. Ariadne ist eine dialogbasierte Suchassistentin, die auf jeder Internetseite von REHADAT erscheint: „Hallo, ich bin Ariadne, die Suchassistentin von REHADAT. Ich führe Sie gerne durch unser Informationsangebot.“ So startet die gemeinsame Recherche.

Das eigene IT-Team bei REHADAT hat das System optimiert, das Training der Algorithmen vorgenommen und Fehler ausgemerzt. Sämtliche Suchanfragen werden verschlüsselt auf eigenen Servern gespeichert und analysiert. Mit der Nutzung aktueller Suchmaschinen in Kombination mit einem KI-gestützten Suchassistenten (Open-Source) setzt REHADAT auch in Bezug auf die Datensicherheit und den Schutz der privaten Daten und gesundheitsbezogenen Suchanfragen hohe Standards.

Mit einem aktuellen Browser erscheint Ariadne als Beta-Version automatisch auf jeder REHADAT-Seite. Wir freuen uns über Rückmeldungen zu Ariadne, um die Suchergebnisse kontinuierlich zu verbessern.

06.05.2020 | Was ist die Ausgleichsabgabe?

REHADAT veröffentlicht Erklärvideos

Eine Person sitzt mit den Händen auf der Tastatur vor einem Laptop. Auf dem Bildschirm steht „Was ist die Ausgleichsabgabe?“ zusammen mit einem Play-Symbol

REHADAT hat zwei Erklärvideos zum Thema Ausgleichsabgabe veröffentlicht. Im ersten Video erläutern wir, was die Ausgleichsabgabe eigentlich ist, z. B. dass Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen die Abgabe zahlen müssen, wenn sie nicht genügend schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Oder dass Sonderregelungen für kleine Arbeitgeber gelten und dass das eingenommene Geld nur für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung eingesetzt werden darf.

Im zweiten Video erklären wird die konkrete Berechnung der Ausgleichsabgabe: Welche Grundinformationen müssen für die Berechnung vorhanden sein? Was bedeuten die Staffelbeträge? Welche Besonderheiten gelten für Teilzeitarbeitskräfte, Auszubildende und Unternehmen mit weniger als 60 Arbeitsplätzen?

Die komplexen Informationen werden durch Grafiken und konkrete Beispielrechnungen veranschaulicht. Durch die Videos sollen Betriebe und Personalverantwortliche einen leichteren Einstieg in die Thematik bekommen.

Hier können Sie die Videos aufrufen: www.rehadat-ausgleichsabgabe.de.

30.04.2020 | Digitaler Nebeneffekt von Corona

Positiv für Erwerbstätigkeit von Menschen mit Behinderung

Grafik: Erwerbstätige Behinderte und Nichtbehinderte nach Branchen (Mikrozensus 2017)

Die Corona-Pandemie verleiht der Digitalisierung einen großen Schub, was für Menschen mit Behinderung eine Chance sein könnte, künftig besser als bisher im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig zu werden.

Denn schon vor Corona gab ein Drittel der Personalverantwortlichen in einer repräsentativen IW-Befragung 2019 an, dass die Digitalisierung eine große Chance für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung sei.

Laut Mikrozensus 2017 sind Menschen mit einer anerkannten Behinderung heute schon in allen Branchen aktiv, prozentual beinahe gleich intensiv wie die Menschen ohne anerkannte Behinderung.

Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen lag 2018 (bei allen Arbeitgebern mit mindestens 20 Arbeitsplätzen) bei 4,6 Prozent und die gesetzliche Zielmarke von 5 Prozent war damit also fast erreicht. Aber gerade in kleinen und mittleren Unternehmen ist noch großer Handlungsbedarf. Häufig fehlt es hier an Informationen, wie die Beschäftigung und Ausbildung behinderter Menschen konkret umgesetzt werden kann.

Vielleicht wird die Digitalisierung dazu beitragen, die Beschäftigungslücke auszufüllen und nach der bewältigten Corona-Krise mehr Menschen mit Behinderung eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten.

Mehr Details lesen Sie aktuell im Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft und im IW-Kurzbericht 54/2020 "Fast drei Millionen Behinderte erwerbstätig – Schub für Inklusion durch Digitalisierung".

27.04.2020 | Neue Studie veröffentlicht

Chronische Erkrankungen im Arbeitsleben

Titelblatt 'Chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz'

Die NRW-Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, der Aidshilfe und der Deutschen Rheuma-Liga haben untersucht, mit welchen Schwierigkeiten Menschen mit einer chronischen Erkrankung im Arbeitsleben konfrontiert sind, welche Erfahrungen sie mit Unterstützung gemacht haben und was sie sich für Unterstützung wünschen.

1.280 Personen mit entsprechenden Erkrankunge wurden dazu online befragt und die Ergebnisse jetzt veröffentlicht: Die Antworten zeigen deutlich, dass Menschen mit einer chronischen Erkrankung in der Arbeitswelt vielfältige Herausforderungen zu bewältigen haben, seien es individuelle krankheitsbedingte Schwierigkeiten oder psychosoziale Schwierigkeiten. Das vielfältige Unterstützungssystem in Deutschland für Arbeitnehmende mit einer chronischen Erkrankung wird nicht in seiner Gänze genutzt, da Rechte und Pflichten sowie Unterstützungsmöglichkeiten zu unbekannt sind.

Bei REHADAT finden Sie mehr ausgewählte Ergebnisse sowie den Link zur Studie: www.rehadat-statistik.de

27.04.2020 | Thema „Menschen mit Behinderung und Beruf“

Kleine Anfragen im Deutschen Bundestag

Blick in die Kuppel des Reichstagsgebäude. Besucher laufen den Kuppelgang entlang

Parlamentarier können im Deutschen Bundestag sogenannte Kleine Anfragen stellen – auch zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Kürzliche Themen waren z. B. Nachteilsausgleiche, Beschäftigungssituation oder Ausgleichsabgabe.

In REHADAT-Literatur finden Sie mehr als 150 Anfragen und Antworten chronologisch gelistet und verlinkt: www.rehadat-literatur.de