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28.01.2020 | Betriebliches Eingliederungsmanagement – Ein wirksames Instrument für die Prävention?

Kolloquium in Wuppertal

Textausschnitt: Veranstaltungen: 4.2.20 Betriebliches Eingliederungsmanagement  – Ein wirksames Instrument für die Prävention?

Am 4.2. findet in Wuppertal das 146. Sicherheitswissenschaftliche Kolloquium zum Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Ein wirksames Instrument für die Prävention?" statt.

Die Klärung der Beschäftigungsfähigkeit von erkrankten Beschäftigten sowie die Gesundheitsprävention sind Zweck und Ziel des BEM. Eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses soll mit dem BEM durch entsprechende, geeignete Maßnahmen abgewendet werden.
Basierend auf der aktuellen Rechtsprechung und sicherheitswissenschaftlichen Diskussion werden im Rahmen des Kolloquiums die Konsequenzen für die betriebliche Prävention abgeleitet und vorgestellt.

Mehr Informationen und die Anmeldung finden Sie hier: www.institut-aser.de

27.01.2020 | Interview: Inklusion beim WDR

Die Integrationshospitanz als Berufseinstieg für Menschen mit Behinderung

Jan Gropp, Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen beim WDR

Mit rund 4.300 Beschäftigten ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR) das größte öffentlich-rechtliche Medienunternehmen in Deutschland. Knapp 150 Berufe vereint der WDR unter seinem Dach. Bei der Personalgewinnung spielen Vielfalt und Inklusion eine große Rolle. Um gezielt Menschen mit Beeinträchtigungen eine Chance zu geben, bietet das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln seit 2003 sogenannte Integrationshospitanzen an. Über die Details sprach REHADAT mit Jan Gropp (s. Foto). Er ist seit Ende 2018 Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen beim WDR.

 

Herr Gropp, was genau ist unter der Integrationshospitanz für Menschen mit Beeinträchtigung zu verstehen?

Der WDR bietet Menschen mit Behinderung, egal, ob sie zuvor eine Umschulung gemacht haben, eine erste Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben, die Möglichkeit, ein Jahr lang erste Berufserfahrung zu sammeln. Entweder in Köln oder in einem der Regionalstudios. Pro Jahr beschäftigen wir im Schnitt zwei bis vier Integrationshospitantinnen und -hospitanten.

In welchen Bereichen sind Integrationshospitanzen möglich?

Sowohl im redaktionellen als auch im kaufmännischen, im produktionstechnischen und im IT-Bereich. Die Berufe, in denen die Integrationshospitantinnen und -hospitanten arbeiten können, sind vielfältig und reichen von den beim WDR möglichen Ausbildungsberufen bis hin zu den Berufen, die die festen Kolleginnen und Kollegen ausüben. Neben Journalisten arbeiten hier beispielsweise Juristen, Kaufleute für Büromanagement und audiovisuelle Medien sowie Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Systemintegration aber auch Handwerker und sogar Architekten.

Gibt es eine Altersgrenze?

Nein.

Welche Voraussetzungen sollten Bewerberinnen und Bewerber mitbringen?

Voraussetzung ist erst einmal natürlich eine Schwerbehinderung oder eine Gleichstellung. Dann sollte die abgeschlossene Berufsausbildung oder das Studium nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten außerdem noch keine Berufserfahrung gesammelt haben. Das hat den Hintergrund, dass Arbeitgeber dann von der Agentur für Arbeit Lohnkostenzuschüsse erhalten können.

Werden die Integrationshospitanzen vergütet?

Ja, die Kolleginnen und Kollegen, die einen Zeitvertrag im Rahmen einer Integrationshospitanz erhalten, werden ganz normal nach unserem Vergütungstarifvertrag bezahlt. Integrationshospitantinnen und -hospitanten im kaufmännischen Bereich erhalten beispielsweise ein Assistenzgehalt. Bei den Journalisten kann das Gehalt auch höher ausfallen.

Zumindest in der Medienbranche scheint dieser Rekrutierungsweg einzigartig zu sein: Wie kam es zu der Idee?
Das hat sich nach und nach entwickelt. Die erste Integrationshospitanz hat 2003 eine Kollegin absolviert, die weiterhin beim WDR arbeitet. Damals ging es erstmal darum, ihr eine Chance zu geben, ohne eine feste oder befristete Stelle im Hintergrund zu haben. Daraus ist dann nach und nach das Programm der Integrationshospitanz entstanden.

Wie viele feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat der WDR mit Hilfe der Integrationshospitanzen bisher rekrutiert?

Spontan fallen mir acht Kolleginnen und Kollegen ein. Unter anderem ich selbst.

Das ist spannend. Erzählen Sie doch bitte etwas darüber.

Das kam so: Ich habe ursprünglich Medizin studiert, konnte das Studium aber aufgrund eines Schlaganfalls nicht abschließen. Ich habe dann eine außerbetriebliche Umschulung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien im Berufsförderungswerk Köln absolviert. Pflichtteil war ein halbjähriges Praktikum, wodurch ich zum WDR kam. Das Praktikum habe ich 2008 im Bereich Hörfunk gemacht. Im Anschluss an meine Ausbildung bot mir der WDR eine Integrationshospitanz an und über einen anschließenden Zeitvertrag bin ich dann erstmal in der Direktion Produktion und Technik gelandet. 2011 bin ich in den zentralen Einkauf gewechselt und seitdem festangestellt. Da hatte ich wirklich Glück. In der Schwerbehindertenvertretung bin ich bereits seit sechs Jahren aktiv, zunächst als Stellvertreter. Seit einem Jahr bin ich jetzt Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen beim WDR und für diese Aufgabe komplett freigestellt.

Wie laufen die Integrationshospitanzen ab? Gibt es eine Art Ausbildungsplan mit festen Stationen und Aufgaben oder können die Hospitantinnen und -hospitanten mitgestalten?

Im Prinzip können die Integrationshospitantinnen und -hospitanten mitgestalten, einen festen Ausbildungsplan gibt es nicht. Natürlich hat die aufnehmende Abteilung in der Regel klare Vorstellungen, wofür der oder die Hospitantin eingesetzt werden soll. Das sind aber immer Aufgaben, die im Normalfall auch ein Festangestellter oder eine Festangestellte des WDR übernehmen würde. Denn die Integrationshospitanz soll ja dazu dienen, den Beruf live zu erleben und nicht nur auf der Ausbildungsseite erlebt zu haben. Ich selbst bin damals in der Hörspiel-Dramaturgie gewesen und habe genau wie die Festangestellten mit den Dramaturgen zusammengearbeitet, habe Manuskripte gelesen und viel recherchiert. Das waren keine Sonderaufgaben, sondern es ging darum, das normale Tagesgeschäft mitzugestalten.

Welche innerbetrieblichen Akteure sind eingebunden?

Bei uns ist es so: Die Bewerbungen für die Integrationshospitanzen kommen erst einmal zur SBV, weil wir dafür verantwortlich sind. Dann gehen wir mit den Bewerbungen zu den einzelnen Abteilungen, in denen eine Hospitanz möglich wäre. Wenn wir eine Abteilung gefunden haben, die den Integrationshospitanten oder die Integrationshospitantin aufnehmen möchte, kommt die Personalabteilung für den Vertrag ins Boot. Die Personalabteilung gibt die Informationen dann an den Personalrat weiter. Je nachdem, welche Einschränkungen der Bewerber oder die Bewerberin hat, wird auch ein Betriebsmediziner eingebunden. Das wars dann aber auch schon. Vom Bewerbungseingang bis zum Beginn der Integrationshospitanz können dennoch mehrere Wochen vergehen.

Welche externe Unterstützung nehmen Sie in Anspruch?

Relativ wenig, da wir inzwischen so geübt sind, dass wir ganz gut mit Bordmitteln zu Recht kommen. Hin und wieder lassen wir uns vom Technischen Dienst des Inklusionsamtes beraten oder wir reden mit dem IFD (Anm. d. Red.: Integrationsfachdienst), ob es noch weitere Fördermöglichkeiten gibt.

Nutzt der WDR im Rahmen der Integrationshospitanzen finanzielle Hilfen?

Ja, vorwiegend die bereits genannten Lohnkostenzuschüsse von der Agentur für Arbeit.

Gibt es feste Ansprechpersonen für die Integrationshospitantinnen und -hospitanten?

Es gibt natürlich immer jemanden in den Abteilungen. Bei den kaufmännischen Berufen sind häufig unsere Ausbilderinnen und Ausbilder die Ansprechpartner. Und wenn es mal Probleme gibt, bin ich als Schwerbehindertenvertreter mit im Boot und für die Kommunikation mit der Personalabteilung und der Abteilung zuständig.

Wie reagieren die Kolleginnen und Kollegen?

Sie sind neugierig und freuen sich, wenn neue Integrationshospitantinnen und -hospitanten kommen. Sie sehen den Sinn dahinter, Menschen mit Behinderung eine Möglichkeit geben zu können, das Berufsleben kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich gegebenenfalls so unentbehrlich zu machen, dass ein Anschlussvertrag folgt – und wenn es nur ein Zeitvertrag oder eine Elternzeitvertretung ist.

Wie stehen denn die Chancen auf eine langfristige Übernahme im Anschluss an eine Integrationshospitanz?

Es ist leider so, dass wir uns in einem Stellenabbau befinden. Die KEF (Anm. d. Red.: Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten) hat den Abbau von mindestens 500 Planstellen im WDR bis 2020 gefordert. Aber auch darüber hinaus wird es sicher die eine oder andere nicht nachbesetzte Stelle geben. Die Möglichkeiten, nach einer Integrationshospitanz übernommen zu werden, sind daher im Moment ehrlich gesagt relativ mau. Aber nichtsdestotrotz: Im Zweifel für ein Jahr lang den WDR mal als Station im Lebenslauf stehen zu haben, ist ja auch nicht verkehrt.

Ist die Möglichkeit der Integrationshospitanz Teil einer WDR-Inklusionsvereinbarung?

Eine Inklusionsvereinbarung haben wir leider noch nicht. Wir haben eine alte Integrationsvereinbarung, in der es jedoch nicht verankert ist. Aber der WDR hat sich natürlich auf die Fahnen geschrieben, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu fördern und das funktioniert generell auch ganz gut. Aktuell beschäftigen wir rund 320 schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wird das Rekrutierungsmodell regelmäßig evaluiert? Gibt es beispielsweise Feedback-Gespräche?

Ja, das tun wir auf jeden Fall. Es gibt in den Abteilungen Feedback und zwar nicht nur jeweils zum Ende der Integrationshospitanzen, sondern auch zwischendurch. Darüber hinaus mache ich mich immer wieder schlau und trete mit den Hospitantinnen und Hospitanten und mit den Abteilungen in Kontakt, um herauszufinden, was gut läuft, was besser laufen könnte und was wir in Zukunft nicht mehr so machen sollten. Vor ein paar Jahren haben wir beispielsweise entschieden, den Bewerbungsprozess zu vereinfachen. Seitdem fordern wir die Bewerbungen nicht mehr per Post an, sondern über unser barrierefreies Bewerbungsportal.

Wie barrierefrei ist der WDR denn insgesamt beziehungsweise wurden für die Integrationshospitantinnen und -hospitanten Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsgerecht gestaltet?

Die Barrierefreiheit ist im Moment ein Problem, weil wir vor zweieinhalb Jahren das Filmhaus in Köln räumen mussten mit 500 Arbeitsplätzen und diese jetzt auf die anderen WDR-Gebäude in der Innenstadt verteilt sind. Daraus ergibt sich ein Platzproblem. Wenn eine Abteilung eine Integrationshospitantin oder einen -hospitanten aufnehmen möchte, müssen wir immer erstmal schauen, ob dort ein physischer Arbeitsplatz frei ist, der den geltenden Bestimmungen entspricht. 2024, wenn das neue WDR Medienhaus hier am Appellhofplatz fertig ist, wird sich die Situation wieder entspannen. Wo es leider noch hakelt, sind die Zugänge in die Gebäude. Aber hier stelle ich gemeinsam mit der Gebäudewirtschaft sicher, dass die betreffenden Kolleginnen und Kollegen sicher ins Gebäude und an ihre Arbeitsplätze gelangen.

Gibt es barrierefreie Toiletten?

Hier in Köln gibt es in jedem WDR-Gebäude mindestens eine barrierefreie Toilette.

Plant der WDR in Sachen Barrierefreiheit nachzurüsten?

Ja, wir haben eine Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit, die zwischen unserem Intendanten und der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (Anm: d. Red.: LAG Selbsthilfe) geschlossen wurde. In dem Zusammenhang wurden in der Kölner Innenstadt in einem ersten Schritt alle WDR-Gebäude begangen und Mängel aufgelistet, die wir nun nach und nach beseitigen werden.

Würden Sie anderen Unternehmen empfehlen, den Weg der Integrationshospitanzen auch zu gehen?

Auf jeden Fall! Erstens, weil man ganz viele interessante Menschen kennenlernt. Zweitens, weil man genau den Menschen helfen kann, die ansonsten schlechtere Chancen haben, einen ersten Berufseinstieg zu schaffen und drittens, weil Unternehmen dahingehend eine Verpflichtung haben. Diese Chancen zu bekommen, verdient jeder Mensch. Das ist meine tiefe Überzeugung und dafür setze ich mein Wissen und meine Möglichkeiten hier im Haus ein und werde auch nicht müde, das auch nach außen zu kommunizieren.

Das Gespräch führten Dagmar Ernst-Mauer und Heike Knaak.

Neugierig geworden?
Infos zu den Integrationshospitanzen beim WDR gibt es unter wdr.de/unternehmen/der-wdr/karriere/integrationshospitanz

 

20.01.2020 | REHADAT-Literatur legt zu

1.800 Neuzugänge in 2019

Gefüllte Bücherregale in einer Bibliothek

Unsere umfangreichste Datensammlung hat auch 2019 wieder ordentlich zugelegt: im Portal REHADAT-Literatur haben wir im letzten Jahr 1.800 Literatur-Hinweise aufgenommen – davon knapp 1.000 aus dem Jahr 2019. Insgesamt sind jetzt über 34.000 Literaturinformationen vorhanden!!!

Die Informationen verweisen u. a. auf Bücher, Zeitschriften, Studien und Broschüren – viele können direkt als Online-Publikation gelesen werden. Praktisch zum Stöbern: die Literatur-Hinweise sind thematisch sortiert – es gibt z. B. die Obergruppen Arbeit, Ausbildung, Weiterbildung, Rehabilitation, Recht und Hilfsmittel.

Aktuelles Thema war im letzten Jahr zum Beispiel das 10-jährige Jubiläum der UN-Behindertenrechtskonvention: Sie finden dazu fast 100 Literaturhinweise: www.rehadat-literatur.de).

15.01.2020 | Abenteuer Zukunft – Was kommt nach der Schule?

Infoveranstaltung am 07.02. in Bonn

Logo des Bundesverbnad für körper- und mehrfachbehinderte Menschen

Kaum ein Lebensabschnitt ist so wichtig für die Entwicklung eines jungen Menschen, wie der Eintritt in die Arbeitswelt. Aber wie kann dieser bedeutende Schritt aussehen? Wie kann er gut gelingen? Wie findet ein junger Mensch mit Behinderung den passenden Job? Und wer oder was kann dabei unterstützen?

Die Aktion Mensch und der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen organisieren am 7. Februar 2020 in Bonn eine Veranstaltung zum Thema Übergang Schule/Beruf für Menschen mit Behinderung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen praxisnahe Beispiele, der Austausch mit Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mit Behinderung, die einen Einblick in ihre Arbeitswelt geben sowie Workshops z. B. zu Themen wie „Persönliche Zukunftsplanung“, „Bewerben in Leichter Sprache“ und weiteren.

Die Informationsveranstaltung richtet sich vorrangig an junge Menschen mit Behinderung. Lehrerinnen und Lehrer, andere (pädagogische) Fachkräfte und Eltern sind ebenfalls eingeladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Mehr Infos hier: https://bvkm.de

Tipp: Auch REHADAT ist bei der Veranstaltung mit einem eigenen Stand vertreten – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

14.01.2020 | Für Akademiker und Akademikerinnen mit Behinderung

Mentoring geht in die 2. Runde

Logo iXNet

Sie sind Akademiker*in mit Behinderung und suchen den (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben? Dann sind Sie beim iXNet-Mentoring genau richtig! Das IXNet-Netzwerk bietet ein Mentoring-Programm, das Sie im Bewerbungsprozess begleitet und bei der Karriereplanung unterstützt.

Oder sind Sie berufserfahrene*r Akademiker*in mit Behinderung und haben Interesse, Ihre Erfahrungen im Arbeitsleben an Berufsanfänger*innen mit Behinderungen weiter zu geben?

Bis zum 29.02. können Sie sich als Mentee oder Mentor/Mentorin bewerben. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: https://ixnet-projekt.de/mentoring-am-start

13.01.2020 | 1.000 Inklusionsfirmen in REHADAT

Suche über Branchen verbessert

Ausschnitt REHADAT-Adressen: Inklusionsbetriebe

In REHADAT sind aktuell 1.000 Inklusionsfirmen und -abteilungen aus ganz Deutschland gelistet und beschrieben. Inklusionsfirmen bieten für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit höher als in anderen Unternehmen.

REHADAT hat nun die Möglichkeit, Inklusionsfirmen über Branchen und diesen zugeordnete Dienstleistungen zu finden, optimiert und ausgebaut. Hier können Sie die Suche aufrufen: www.rehadat-adressen.de.

10.01.2020 | Fast jeder 6. AU-Tag wegen psychischer Erkrankung

BKK Gesundheitsreport veröffentlicht

Titelblatt BKK Gesundheitsreport: Psychische Gesundheit und Arbeit

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) hat im Dezember 2019 seinen Gesundheitsreport zum Schwerpunktthema "Psychische Gesundheit und Arbeit" veröffentlicht. In dem Report wurden Daten von ca. 8 Mio. BKK-Versicherten – das sind rund 11 % aller GKV-Versicherten in Deutschland – für 2018 ausgewertet.

Der Verband berichtet, dass 56 % aller Fehltage der beschäftigten Versicherten durch drei Krankheitsarten verursacht werden: Muskel-Skelett-Erkrankungen (24 %), Atemwegs- und psychische Erkrankungen (beide 16 %).

Dabei geht mehr als jeder 20. AU-Fall bzw. fast jeder 6. AU-Tag auf das Konto von psychischen Erkrankungen. Mit 37 Tagen je Fall haben psychische Krankheiten die längste Falldauer von allen Krankheitsarten. Am stärksten betroffen sind die Dienstleistungs- und Gesundheitsbranche. Handwerks- bzw. Produktionsbranchen haben die wenigsten Fehltage für psychische Störungen.

In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Störungen mehr als verdoppelt (+129,4 %).

Mehr Informationen finden Sie hier bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de

08.01.2020 | Neutrale Prüfungen

Medinizinischer Dienst von Krankenkassen gelöst

Logo Bundesgesundheitsministerium

Zum 01.01.2020 ist das MDK-Reformgesetz in Kraft getreten. Zukünftig ist der Medizinische Dienst (bisher MDK) keine Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen mehr und heißt somit nur noch „Medizinischer Dienst“. Auch der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) wird vom GKV-Spitzenverband gelöst und heißt zukünftig Medizinischer Dienst Bund.

Mehr Infos lesen Sie in der Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums: www.bundesgesundheitsministerium.de

02.01.2020 | Wie oft wurden Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe beantragt?

Erster Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht

Logo THVB für Teilhabeverfahrensbericht

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) hat zum 30.12.2019 den ersten Teilhabeverfahrensbericht vorgelegt.

Darin kann man z. B. nachlesen, wie viele Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe in einem Kalenderjahr bei den Rehabilitationsträgern gestellt wurden. Der Bericht gibt auch Auskunft darüber, ob und wenn ja, wie oft ein Träger die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen zur Zuständigkeitsklärung oder Bedarfsfeststellung überschritten hat. Ebenfalls wird gezeigt, wie viel Zeit im Durchschnitt zwischen Antragsstellung und Bewilligung einer beantragten Leistung vergeht oder wie häufig Widersprüche oder Klagen zugunsten eines Leistungsberechtigten entschieden werden.

Der nun vorliegende erste Teilhabeverfahrensbericht beinhaltet die Daten der Rehabilitationsträger aus 2018 und ist noch ein Übergangsbericht. Im Ergebnis enthält der erste Teilhabeverfahrensbericht Daten von 39 Trägern zu insgesamt 2,3 Mio. Anträgen.

Der erste Teilhabeverfahrensbericht steht ab sofort auf der Internetseite www.bar-frankfurt.de zum Download zur Verfügung.

19.12.2019 | Neu in 2020

Budget für Ausbildung

Eine Gedankenblase mit einer Glühbirne darin

Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, können Leistungen zur beruflichen Bildung künftig auch dann erhalten, wenn sie eine reguläre (sozialversicherungspflichtige) betriebliche Ausbildung oder eine Fachpraktikerausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolvieren. Bislang war dies auf WfbM oder andere Leistungsanbieter beschränkt.

Mehr Informationen finden Sie dazu im REHADAT-Lexikon zur beruflichen Teilhabe: www.rehadat.de