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24.11.2022 | Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz

OECD veröffentlicht Studie

Ausschnitt Titelblatt der OECD-Studie

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht in ihrem aktuellen Bericht die Situation von Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz in zehn ihrer 38 Mitgliedsländer (Australien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Korea, Neuseeland, USA und Vereinigtes Königreich). 

Ein Ergebnis: Fast die Hälfte der Beeinträchtigungen und Behinderungen (47,4 %) entstehen bei Menschen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) in den OECD-Ländern durch Erkrankungen wie Krebs oder Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Diese entstehen vor allem durch ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, wenig Bewegung, schlechte Ernährung und übermäßigen Alkoholkonsum. 

In allen zehn untersuchten Ländern sind die Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, Arbeitsplatzanpassungen für Beschäftigte mit Behinderungen vorzunehmen. Aber nur in Deutschland und im Vereinigten Königreich bieten die Arbeitgeber ihren Beschäftigten ein Modell zur allmählichen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben an.

Zur Studie: Promoting Health and Well-being at Work : Policy and Practices | OECD Health Policy Studies
(Fl, Br)

23.11.2022 | Aktionswoche der Bundesagentur für Arbeit

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Jedes Jahr veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit (BA) rund um den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen (03.12.22) eine Aktionswoche. Dann wirbt sie mit ihren Regionaldirektionen und Arbeitsagenturen dafür, mehr Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen oder auszubilden. Die BA selbst geht mit gutem Beispiel voran und hat die gesetzlich geforderte Quote von 5 Prozent weit übererfüllt: Im laufenden Jahr haben 11,3 Prozent aller BA-Beschäftigten eine Schwerbehinderung.

Die BA erinnert daran, dass die Arbeitsagenturen Betriebe darin unterstützen, wenn sie Personen mit Schwerbehinderung einstellen oder ausbilden wollen. Sie zahlen beispielsweise einen Eingliederungszuschuss oder übernehmen die Kosten während einer Probebeschäftigung oder gewähren einen Zuschuss zur Aus- und Weiterbildung. Die Arbeitsagenturen vor Ort können auch bei der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze unterstützen.
(CFH)

Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

21.11.2022 | Gesucht: beispielhafte Inklusion im Arbeitsleben

Jetzt bewerben für Annedore-Leber-Preis 2023

Banner Annedore-Leber-Preis 2023 - Jetzt bewerben / Verschiedene junge Menschen bei Tätigkeiten

Menschen mit einer Behinderung haben besondere Begabungen und sind als Fachkräfte unentbehrlich. Viele Unternehmen haben dies mittlerweile erkannt. Selbstverständlich ist Inklusion im Arbeitsleben jedoch noch immer nicht. Deshalb verleiht der Berufsbildungswerk Berlin e. V., Trägerverein des Annedore-Leber-Berufsbildungswerks (ALBBW), einmal jährlich den Annedore-Leber-Preis. Er zeichnet Unternehmen und Organisationen aus, die sich bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Arbeit beispielhaft hervorgetan haben.

Bewerbungen und Vorschläge für den Annedore-Leber-Preis 2023 können bis zum 10. Februar 2023 eingereicht werden. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Gesucht werden innovative, nachhaltige und zur Nachahmung anregende Projekte, die Potenziale von Menschen mit Handicap stärken und fördern, um ihnen so eine optimale Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Mit dem Annedore-Leber-Preis soll herausragendes Engagement für Inklusion gewürdigt und sichtbar gemacht werden – auch als Ermutigung für andere, selbst in diesem Bereich aktiv zu werden.

Weitere Informationen sowie das Bewerbungsformular: Annedore-Leber-Preis | albbw.de
(Br)

16.11.2022 | BGG wirkt erst langfristig

Nachholbedarf bei Barrierefreiheit

Weißes Paragrafen-zeichen auf blauem Grund

Mit Datum vom 11.11.2022 informierte die Bundesregierung über die Wirkungen der Novellierung des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts und veröffentlichte zugleich ihre Stellungnahme zu der im Juni 2022 erschienenen Evaluation des novellierten Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG).
Zur Stellungnahme: BGG Evaluation | bundestag.de (PDF)

Das BGG hatte durch Novellierungen in den Jahren 2018 und 2021 weitere Veränderungen erfahren, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern sollen. Die Bundesregierung begrüßt, dass das Behindertengleichstellungsrecht maßgeblich zum Fortschritt der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beigetragen hat, wie auch schon im ersten Evaluationsbericht von 2014 festgestellt.

Als einen von mehreren Schwerpunkten betont die Bundesregierung, dass vor allem die Bedarfe von Frauen mit Behinderungen besser erforscht werden müssten: „Um die besonderen Belange von Frauen mit Behinderungen gemäß § 2 BGG zu berücksichtigen und bestehende Benachteiligungen zu beseitigen, müssen diese Bedarfe besser erforscht werden. Andernfalls droht, dass die Norm eine Formel ohne Anwendung bleibt".

Ob allerdings die Einschätzung der Bundesregierung stimmt, dass „der Prozess zur Erreichung von Barrierefreiheit in vielen Behörden bereits fortgeschritten ist… und die Herstellung der digitalen Barrierefreiheit gemäß §§ 12 ff. BGG“ ebenfalls gut voranschreitet (Stellungnahme, S. 6), ist jedoch nicht unumstritten. Eine Auswertung des IW im Juni 2022 ergab ein anderes Bild: Danach ist die öffentliche Verwaltung (noch) nicht vorbildlich bei der digitalen Barrierefreiheit, im Gegenteil: Sie erfüllt die gesetzlichen Vorgaben zur digitalen Barrierefreiheit ganz und gar nicht.
Zum IW-Kurzbericht: Digitale Barrierefreiheit: (noch) keine Vorbildfunktion der öffentlichen Verwaltung | iwkoeln.de

Allerdings stimmt die Bundesregierung explizit dem Evaluationsbericht in der Einschätzung zu, dass die Weiterentwicklung des BGG und die Optimierung seiner Umsetzung langfristige Prozesse sind, deren Fortschritte sich erst in absehbarer Zeit zeigen werden. 
(Fl/Br)

09.11.2022 | Die Budgets für Arbeit und Ausbildung – verkannte Leistungen?

Online-Diskussion der DVfR gestartet

Logo der DVfR - Deutsche Vereinigung für Rehabiltiation

Das Budget für Arbeit (BfA) und das Budget für Ausbildung sollen Menschen mit Behinderungen bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen. Beide Teilhabeleistungen werden nicht wie erwartet in Anspruch genommen.

Woran das liegt und wie die selbstbestimmte Teilhabe an Arbeit besser gefördert werden kann, diskutieren Expertinnen und Experten ab dem 9. November 2022 mit Interessierten in einer öffentlichen Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und ihren wissenschaftlichen Partnern an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Schwerpunkte der Diskussion "Die Budgets für Arbeit und Ausbildung – verkannte Leistungen?" können u. a. Anspruchsvoraussetzungen für die Budgets, das Bewilligungsverfahren, die Kombination mit anderen Leistungen, Auswirkungen auf die Rente, Ausschluss aus der Arbeitslosenversicherung oder Fragen der Anleitung und Begleitung sein.

Allen Teilnehmenden bietet sich Gelegenheit zum Austausch von Meinungen und vertiefenden Fragen unter Begleitung fachlicher Expertise.

Zur Diskussion: Die Budgets für Arbeit und Ausbildung – verkannte Leistungen? - Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht | reha-recht.de
(Br)

08.11.2022 | Mehr Anstrengungen für inklusiven Arbeitsmarkt

Erfurter Erklärung veröffentlicht

Ausschnitt Titelseite

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern haben im November 2022 in ihrer „Erfurter Erklärung“ Forderungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt bis 2030 gestellt und Wege dorthin aufgezeigt. Die Erklärung bezieht sich auf drei Themenbereiche: Inklusives Arbeits- und Sozialrecht, Inklusionsbetriebe und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.  

Gefordert wird z. B., dass die Bundesagentur für Arbeit im Übergangsbereich Schule-Beruf alle Fördermöglichkeiten nutzt, dass die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber evaluiert werden, dass die finanzielle Unterstützung für den behinderungsbedingten Mehraufwand von Unternehmen ausgebaut wird und dass die Neueinstellung von Personen mit Schwerbehinderung im öffentlichen Dienst erhöht wird.

Zur Erklärung: Erfurter Erklärung 04.11.2022 | tlmb-thueringen.de 
(Br)

03.11.2022 | Zu viele Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigung

Aktion Mensch veröffentlicht Inklusionsbarometer Mobilität

Grafik: Uhr und vier Rollstuhlfahrende, eine vergrößert, 26 %. Schrift: Mehr als jeder vierte Mensch mit Beeinträchtigung empfindet den Zeitaufwand für seine Wege als zu hoch.

Die Aktion Mensch hat die erste umfassende Studie zum Stand der inklusiven Mobilität in Deutschland vorgelegt. Ergebnis ist, dass Menschen mit Beeinträchtigung schlechter gestellt sind als Menschen ohne Beeinträchtigung. Gründe sind mangelnde Barrierefreiheit, fehlende Angebote sowie hoher Kosten- und Zeitaufwand.

Für die Studie befragte die Aktion Mensch 1.000 in Deutschland lebende Menschen mit Beeinträchtigung und 500 Menschen ohne Beeinträchtigung ab 16 Jahren. Es wurden sechs Dimensionen von Mobilität beleuchtet: Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Zeit und Kosten, Soziale Aspekte, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. 

Mehr dazu: Inklusionsbarometer Mobilität | REHADAT-Statistik
(Br)

26.10.2022 | Gemeinsam Barrieren abbauen

Teilhabe & Inklusion – der REHADAT-Podcast

In der zweiten Episode von "Teilhabe & Inklusion“ geht es um unsichtbare Erkrankungen und Behinderungen und darum, wie Betroffene im Arbeitskontext mit ihnen umgehen. Menschen, deren Beeinträchtigungen für andere nicht sichtbar sind, können eigenständig darüber entscheiden, ob sie diese im Arbeitsleben offenlegen oder nicht.

Ob es auf die Frage "Sag ich’s oder sag ich’s nicht?“ eine eindeutige Antwort gibt und was Führungskräfte als auch Kolleginnen und Kollegen tun können, um bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, thematisiert Rufus mit seinen Gästen der Universität zu Köln, Frau Prof. Dr. Niehaus und Frau Dr. Jana Bauer. Beide sind in der Leitung des Projekts "Sag ich’s? Chronisch krank im Job“, dessen zentrales Instrument ein Selbsttest für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit chronischen Erkrankungen ist.

Die neue und alle weiteren Episoden sowie dazugehörige Transkripte finden Sie unter www.rehadat.de.

Abonnieren Sie uns bei SpotifyApple Podcasts, deezer, amazon music oder podcast.de.

Es gibt komplexe Themen verständlich aufbereitet. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. 

24.10.2022 | Besser mit Schwerbehindertenvertretung

DGB untersucht Arbeitsbedingungen in Betrieben

Ausschnitt Titelblatt:

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit die Arbeitsbedingungen in Betrieben mit und ohne Schwerbehindertenvertretung (SBV) untersucht. Befragt wurden 6.407 Beschäftigte – aus allen Branchen, Berufen, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen, Betriebsgrößen und Beschäftigungsverhältnissen. 

Die Auswertung verdeutlicht, wie wichtig die Arbeit der SBV für die Arbeitsbedingungen schwerbehinderter Menschen ist: Wo eine SBV existiert wird die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderung in der Regel deutlich besser bewertet als ohne SBV. Dies gilt u.  a. für die Weiterbildungsmöglichkeiten, das Ein­kommen und die betriebliche Gesundheitsförderung.

Weitere Ergebnisse: DGB: Besser mit Schwerbehindertenvertretung | REHADAT-Statistik
(br)

20.10.2022 | bar-frankfurt.de

Neuer Weg-Weiser in Leichter Sprache (Heft 3) zu Bildung und Ausbildung

Deckblatt BAR Weg-Weiser in Leichter Sprache Heft 3

Heft 3 des neu aufgelegten BAR-Wegweisers Rehabilitation und Teilhabe in Leichter Sprache ist soeben erschienen. Der Wegweiser erscheint nach und nach auch als „Weg-Weiser Rehabilitation und Teil-Habe“ in Leichter Sprache in sechs Heften. Heft 3 befasst sich mit Bildung und Ausbildung, Heft 1 mit den wichtigsten Regeln des SGB IX und Heft 2 mit Gesundheit und Pflege.

Der Weg-Weiser zu Bildung und Ausbildung behandelt unter anderem folgende Themenschwerpunkte: Berufliche Bildung, Berufswahl, Budget für Ausbildung, besondere Ausbildungsformen, Studium und Weiterbildung, Leistungsträger, Beratung, Hilfen und Förderung zur Ausbildung.

Sie finden den BAR-Wegweiser zu den Grundlagen der Rehabilitation auch bei REHADAT mit Link zur Online-Publikation: