News 10

16.07.2019 | REHADAT-Wissensreihe „Klare Sprache statt Klischees“

Berufliche Teilhabe von Menschen mit Autismus

Ausschnitt REHADAT-Wissensreihe Autismus

Wie können Menschen mit Autismus am Berufsleben teilhaben und ihre spezifischen Stärken am Arbeitsplatz einbringen? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „Klare Sprache statt Klischees“. Die Veröffentlichung beschreibt, wie Arbeit für Menschen aus dem Autismus-Spektrum gestaltet werden kann und hilft, die Erkrankung besser zu verstehen.

Viele berufstätige Menschen mit Autismus fühlen sich, obwohl sie gut qualifiziert sind, nicht gut in ihrem Job integriert: zum Beispiel, weil sie in ihrer Symptomatik nicht verstanden werden oder weil es an ausreichender Unterstützung am Arbeitsplatz fehlt. Dies ergab eine aktuelle REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind vor allem die Aufklärung von Führungskräften und Team über Autismus und ein verständnisvolles Arbeitsumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Autismus anzupassen: z. B. durch Aufklärungsmaßnahmen innerhalb der Belegschaft, Schaffung eines reizarmen Arbeitsumfeldes, Strukturierung von Arbeitsaufgaben, sowie durch personelle Unterstützung. Interviews mit einem Arbeitgeber, Experten aus der Praxis und Aussagen von befragten berufstätigen Menschen mit Autismus greifen diese Aspekte auf.

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen über Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, die möglichen Auswirkungen von Autismus auf Wahrnehmung, Arbeitsweise, Kommunikations- und Sozialverhalten, zum Grad der Behinderung, zu Arbeitsschutz, Fahrerlaubnis und vieles mehr.

Die Broschüre schließt mit Hinweisen, wo auf der REHADAT-Plattform weitere Informationen zu finden sind, z.B. Praxisbeispiele, Ansprechstellen und Literaturhinweise.

Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Beschäftigte sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Erkrankung beteiligt sind.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe (sowie die Ergebnisse der Umfrage): http://rehadat.link/publikationen

12.07.2019 | Nachteils­ausgleiche für Menschen mit Behinderung

Sozialverband Deutschland veröffentlicht Broschüre

Ausschnitt Deckblatt der Broschüre

Der Sozialverband Deutschland SoVD hat kürzlich das Serviceheft „Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung – das sind Ihre Ansprüche“ herausgegeben. Die Broschüre erklärt anschaulich, was Nachteilsausgleiche sind und wer diese erhält.

Es gibt viele Nachteile, die Menschen mit Behinderungen im Alltag in Kauf nehmen müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Betroffenen jedoch besondere Schutzrechte und Hilfen beanspruchen. Die so genannten Nachteilsausgleiche sollen helfen, die behinderungsbedingten Nachteile auszugleichen.

Im Bereich „Arbeit und Beruf“ geht es z. B. um die Freistellung von Mehrarbeit, Zusatzurlaub, den besonderen Kündigungsschutz, Anspruch auf Teilzeit, besondere Hilfen zur Erlangung und zum Erhalt eines Arbeitsplatzes oder die vorgezogene Altersrente.

Andere Themen sind Kommunikation, Mobilität, steuerliche Nachteilsausgleiche und Wohnen.

Hier können Sie die Broschüre kostenlos herunterladen: www.sovd.de.

Tipp! in REHADAT-Literatur gibt es knapp 300 Veröffentlichungen mit dem Schlagwort Nachteilsausgleich: www.rehadat-literatur.de.

05.07.2019 | Mehr Inklusion durch Digitalisierung

Podcast zeigt Zusammen­hänge

Blauch Couch mit Überschrift 'KOFA auf dem Sofa'

Im neuen KOFA-Podcast spricht REHADAT-Expertin Mareike Decker über die positiven Einflüsse der Digitalisierung auf die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Wie zum Beispiel Arbeitsplätze mit technischen Hilfsmitteln gestaltet werden können, welches Potential Telearbeit für Menschen mit Behinderung hat und wer Arbeitgeber in Sachen Förderung beraten kann.

Hier können Sie den Podcast „Mehr Inklusion durch Digitalisierung“ anhören: soundcloud.com/kofa-podcast

04.07.2019 | Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

BA veröffentlicht Analyse

Deckblatt BA-Broschüre: Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende Juni ihren Bericht zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung für das Jahr 2018 veröffentlicht.

Über folgende Themen wird berichtet: Bevölkerung, Beteiligung am Erwerbsleben, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarkpolitik.

Die wichtigsten Aussagen und den Verweis zur Quelle finden Sie hier: www.rehadat-statistik.de

 

01.07.2019 | Ansprechstellen für Rehabiltation und Teilhabe

Bundesweites Verzeichnis online

Schriftzug: Anpsrechstellen für Rehabilitation und Teilhabe

Das Bundesteilhabegesetz verpflichtet alle Sozialversicherungsträger (Rehabilitationsträger, Jobcenter, Integrationsämter und Pflegekassen), Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe zu benennen (§ 12 SGB IX).

Seit kurzem steht nun ein bundesweites Online-Verzeichnis der Ansprechstellen zur Verfügung: www.ansprechstellen.de. Die Adressen können nach regionalen Kriterien und nach Trägerzugehörigkeit gesucht werden.

Die Ansprechstellen sollen dabei unterstützen, einen Rehabilitationsbedarf möglichst frühzeitig zu erkennen und darauf hinwirken, dass entsprechende Anträge gestellt werden.

Das Angebot richtet sich an Leistungsberechtigte, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, ggf. auch an Behörden und andere Rehaträger. Die Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe sollen sich – wenn erforderlich – untereinander abstimmen und eine möglichst umfassende Auskunft geben.

Das Verzeichnis wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabiltation herausgegeben. Mehr Informationen zu den Ansprechstellen finden Sie auch im REHADAT-Lexikon: www.rehadat.de

 

28.06.2019 | Berufliche Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit

REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“ veröffentlicht

Titelblatt 'Ich sehe das einfach anders'

Wie können Menschen, die sehbehindert oder blind sind, am Berufsleben teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“. Die Broschüre beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit gestaltet werden kann, liefert Grundinformationen über die Behinderung und nennt Anlaufstellen.

 

Viele berufstätige Menschen, die blind oder sehbehindert sind, fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz gut integriert. Dies ergab eine aktuelle REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind die passende Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung sowie ein unterstützendes Arbeitsumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung und die Auswertung zahlreicher Praxisbeispiele sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von sehbehinderten und blinden Beschäftigten anzupassen: z. B. durch Hilfsmittel, barrierefreie Software, behinderungsgerechte Umgebungsgestaltung, Veränderung der Arbeitsinhalte und -organisation, personelle Unterstützung oder Weiterbildung. Interviews mit Experten aus Forschung und Praxis sowie mit einem blinden Sachbearbeiter greifen diese Aspekte auf.

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen: über Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, verschiedene Aspekte des Sehvermögens (Visus und Gesichtsfeld), die Auswirkungen auf Informationsaufnahme, Orientierung und das kollegiale Miteinander, die Abgrenzung von Sehbehinderung zu Blindheit, den Grad der Behinderung, Arbeitsschutz, Barrierefreiheit und vieles mehr.

Die Broschüre schließt ab mit weiterführenden Informationen innerhalb von REHADAT, u.a. mit Praxisbeispielen, Ansprechstellen und Literaturhinweisen.

Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Beschäftigte sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Erkrankung beteiligt sind.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe (sowie die Ergebnisse der Umfrage): rehadat.link/publikationen

21.06.2019 | Frisch veröffentlicht!

REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Kopfgrafik der REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache sind gerade veröffentlicht worden. Es geht zum Beispiel um das neue REHADAT-Hilfsmittelportal, um das aktuellen Verzeichnis der Werkstätten und um die UN-Behindertenrechtskonvention in Leichter Sprache.

Die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache richten sich an Menschen mit Behinderung, an Menschen mit Lern-Schwierigkeiten und an Menschen, die nur wenig lesen und schreiben können.

Hier gibt es die aktuelle Ausgabe: www.rehadat.de

18.06.2019 | Neue Vorstudie erschienen:

Peer Support Netzwerk iXNet - REHADAT

Logo IXNet

Das Institut für empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg hat eine neue Vorstudie im Rahmen des Projektes „IXNET (Inklusives Expert*innen-NETZwerk) – Digitales Peer Support Netzwerk für die berufliche Teilhabe schwerbehinderter Akademiker*innen“ veröffentlicht.

Ziel des IXNET-Projektes ist, durch Information, Peer-Beratung und Mentoring schwerbehinderte Akademiker*innen auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen und ihre Beschäftigungsperspektiven zu verbessern. Bis Ende September 2021 entwickelt und etabliert IXNET dazu ein webbasiertes, inklusives und berufsbezogenes Informations- und Unterstützungsangebot für schwerbehinderte Akademiker*innen. Angebunden wird die neue Internetplattform an das Informationssystem REHADAT.

Zu den Aufgaben der Vorstudie gehörte es, zielgruppenspezifische Bedarfe, Themen, Unterstützungsmöglichkeiten und Umsetzungsanforderungen zu ermitteln sowie Erfolgsparamter zu bestimmen.

„IXNET“ wird gemeinsam durchgeführt vom Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS), der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, dem Hildegardis-Verein e.V. und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) / REHADAT.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert das Projekt aus Mitteln des Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben.

Nachlesen und downloaden können Sie die gesamte Vorstudie des Instituts für empirische Soziologie unter: https://www.ifes.fau.de/files/2019/04/Bericht_Vorstudie_IXNET.pdf (barrierefreies PDF)

Das Projekt „IXNET“ sowie weitere Projekte zur Beschäftigungssituation und zu Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen können Sie hier in REHADAT-Forschung nachlesen.

14.06.2019 | Pferde pflegen oder Senioren begleiten

Berufsvorbereitung für Jugendliche mit Förderbedarf in Bielefeld

Mädchen und Pferd - Photo by Kirsten LaChance on Unsplash

Viele Jugendliche interessieren sich für eine Tätigkeit im Bereich Tierpflege oder wünschen sich, mit Pferden umzugehen. Das Fördercentrum Mensch & Pferd e.V. in Bielefeld bietet für förderbedürftige Jugendliche eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an, die beide Aspekte berücksichtigt. Im Auftrag der Agentur für Arbeit qualifiziert der Bildungsanbieter im Berufsfeld Pferdepflege.

Ziel der Maßnahme ist die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt oder in eine anschließende Ausbildung. Um ein anerkanntes Zertifikat vergeben zu können, setzt das Fördercentrum auf eine enge Anlehnung an die Ausbildungsinhalte und das Prüfungssystem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN. Das Zertifikat „FN geprüfter Pferdepfleger“ erhöht nach bestandener Prüfung für die Mehrheit der Absolventen die Chancen auf den Eintritt in ein reguläres Arbeitsverhältnis.

Eine weitere berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme wird vom Fördercentrum im Berufsfeld Alltagsbegleitung für Senioren angeboten. Die Prüfung wird von einem anerkannten Altenpflegeseminar abgenommen und das Zertifikat „Betreuungsassistent“ vergeben. Beide Qualifizierungen laufen über einen Zeitraum von 18 Monaten.

Die Angebote des Fördercentrum Mensch & Pferd richten sich an Jugendliche, die mit einem Förderschulabschluss oder einem Hauptschulabschluss die Leistungsanforderungen einer regulären dualen Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen nicht erfüllen können. Alle Jugendlichen, die derzeit in der Einrichtung qualifiziert werden, haben einen besonderen Förderbedarf, in der Regel im Bereich Lernen. Das Fördercentrum verfügt über ein Internat; es werden Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet aufgenommen.

Mehr Informationen und die Kontaktangaben finden Sie hier: www.rehadat-adressen.de

13.06.2019 | Welche Produkte und Leistungen bieten Werkstätten an?

Werkstätten-Verzeichnis 2019 veröffentlicht

Grafik zum Verzeichnis der anerkannten WfbM

Die Bundesagentur für Arbeit hat das „Verzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen 2019“ auf ihren Internet-Seiten veröffentlicht.

Das Verzeichnis bietet einen Überblick über alle 733 anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie deren Dienstleistungen und Produkte.

Das Verzeichnis enthält außerdem eine Zusammenstellung von Blindenwerkstätten und Vertriebsgesellschaften, die im Auftrag von anerkannten WfbM Werkstätten-Produkte vertreiben, Aufträge akquirieren und koordinieren.

Tipp: Unternehmen, die Aufträge an anerkannte WfbM oder Blindenwerkstätten vergeben, können 50 Prozent der Arbeitsleistung von der zu zahlenden Ausgleichabgabe abziehen. Einkaufen können Firmen nicht nur Produkte, sondern auch Dienstleistungen, die von einer WfbM ausgeführt werden.

Das Werkstätten-Verzeichnis der Bundesagentur für Arbeit erscheint einmal im Jahr und wird von REHADAT erstellt.

Hier geht es zu dem Werkstätten-Verzeichnis: Bundesagentur für Arbeit