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17.09.2021 | Update vom 23.08.2021

GKV-Hilfsmittelverzeichnis: Aktualisierung

Startseite des REHADAT GKV-Hilfsmittelverzeichnisses mit dem Schriftzug 'Aktualisiert'

Der GKV Spitzenverband hat am 23.08.2021 ein neues Update des Hilfsmittelverzeichnisses im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es wurden 137 neue Produkte hinzugefügt und über 156 aktualisiert. Um die neusten Änderungen aufzurufen suchen Sie bitte im Feld "Produkt" nach dem Bundesanzeigerdatum 23.08.2021.

Das gesamte Verzeichnis können Sie in unserem Portal über www.rehadat-gkv.de barrierefrei und responsive aufrufen.

16.09.2021 | Testnutzer gesucht

Für den REHADAT-Hilfsmittelfinder

Ein geeignetes Hilfsmittel zu finden ist häufig gar nicht so einfach. Der neue Hilfsmittelfinder unterstützt Sie bei der Suche!

REHADAT‘s digitale Suchassistentin, Ariadne, führt mit bis zu vier Fragen zu einer zielgerichteten Produktliste. Durch die Auswahl verschiedener Aktivitäten oder Alltagssituationen erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen umfassenden Überblick und einen leichteren Einstieg in die Hilfsmittelsuche. Dies ist jedoch nur eine Entscheidungshilfe und ersetzt keine ausführliche Beratung. Nutzen Sie den neuartigen Hilfsmittelfinder am Desktop oder bequem von unterwegs. Die Web-App ist auf jeder Bildschirmgröße verfügbar.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Der Hilfsmittelfinder befindet sich derzeit noch in einer Beta-Version. Aktuell gibt es drei Kategorien: „Arbeiten und Lernen“, „Sich fortbewegen“ und „Kommunizieren“. Die Kategorien „Körper pflegen“ und „Wohnung und Haushalt führen“ folgen noch.
Wir möchten den Hilfsmittelfinder einen Praxischeck unterziehen und bitten um Ihre Mithilfe:

  • Haben Sie die Hilfsmittel gefunden, die Sie erwartet oder erwünscht haben?
  • Ist der Aufbau logisch?
  • Sind die Texte ansprechend?
  • Fehlt etwas?

Teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns bequem über einen Fragebogen oder per Mail.

Hier geht es zum Hilfsmittelfinder!

Vielen Dank!
Ihr REHADAT-Hilfsmittel-Team

08.09.2021 | Frisch aktualisiert!

Sammlung von Inklusionsvereinbarungen

Eine Person unterschreibt ein Schriftstück © Bild von Sozavisimost auf Pixabay

Wir haben im Portal REHADAT-Gute Praxis unsere Sammlung der Inklusionsvereinbarungen aktualisiert. 129 Vereinbarungen von Unternehmen zeigen, wie die Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann: Inklusionsvereinbarungen | REHADAT-Gute Praxis.

In Inklusionsvereinbarungen vereinbaren Arbeitgeber*In, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen. In einer Inklusionsvereinbarung wird beispielsweise festgelegt, wie bei der Personalplanung die Eingliederung schwerbehinderter Menschen – einschließlich eines angemessenen Anteils behinderter Frauen – gefördert werden kann.

Wichtige Themen einer Inklusionsvereinbarung sind außerdem:

  • Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung,
  • Arbeitsorganisation,
  • Arbeitszeit und Teilzeitarbeit,
  • anzustrebende Beschäftigungsquote,
  • Ausbildung junger Menschen mit Behinderung,
  • Prävention (Betriebliches Eingliederungsmanagement und Gesundheitsförderung).

Sie möchten Ihre Inklusionsvereinbarung anonymisiert auf REHADAT veröffentlichen und andere Unternehmen von Ihren Erfahrungen profitieren lassen? Nutzen Sie unseren Online-Meldebogen unter: Inklusionsvereinbarung teilen | REHADAT-Gute Praxis

03.09.2021 | Recht und Digitalisierung

Online-Fachveranstaltung der Aktion Mensch am 29.09.2021

Waage der Justitia; Text: Fachveranstaltung Recht und Digitalisierung

Die Fachveranstaltung der Aktion Mensch „Recht und Digitalisierung: Bessere Chancen für einen gleichwertigen Zugang zum Recht für Menschen mit Behinderung durch Legal Tech?“ findet am 29. September 2021 von 9.30 bis 13.45 Uhr online statt.

Unter dem Schlagwort „Legal Tech“ werden gemeinhin ganz unterschiedliche digitale Anwendungen im Bereich des Rechts zusammengefasst. Die Veranstaltung zielt darauf ab, einen fachübergreifenden Dialog zur möglichen Rolle digitaler Technologien für den Zugang zum Recht für Menschen mit Behinderung anzuregen.

Die Fachveranstaltung richtet sich an alle interessierten Akteur*innen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen. Aber auch Juristinnen und Juristen mit dem Schwerpunkt Sozialrecht oder Vertreter*innen anderer Rechtsberufe, die bisher wenig Erfahrungen mit digitalen Anwendungen gesammelt haben, sind zu der kostenfreien Veranstaltung herzlich eingeladen.

Mehr Informationen: Fachveranstaltung Recht und Digitalisierung - Aktion Mensch (aktion-mensch.de)

Tipp in eigener Sache: REHADAT-Projektleiterin Andrea Kurtenacker gehört zu den Vortragenden. Gemeinsam mit der Aktion Mensch freuen wir uns über viele Anmeldungen!

30.08.2021 | Grad der Behinderung

Neues REHADAT-Erklärvideo

Screenshot REHADAT-Recht: Erklärvideo – der Grad der Behinderung

In Deutschland haben knapp 10,4 Millionen Menschen ihre Behinderung amtlich anerkennen lassen (Tabelle 1). Dabei legen die Versorgungsämter nach den „Versorgungsmedizinischen Grundsätzen“ die Auswirkung der Beeinträchtigung als Grad der Behinderung (GdB) in Zehnergraden von 20 bis 100 fest.  In dem Dokument der „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden sich Tabellen mit einer Übersicht der möglichen Schädigungen und deren Einstufung. 

Im REHADAT-Erklärvideo wird am Beispiel von Frau Kaya, die an Diabetes mellitus erkrankt ist, gezeigt, wie der GdB beantragt werden kann.  Zum Beispiel, wo Interessierte die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden, mit welchen Informationen aus den verschiedenen REHADAT-Portalen sie sich genauer über die Rechtsprechung, Literatur oder über den Ablauf der Antragstellung informieren können und wer dabei helfen kann. 

Zielgruppe sind sowohl Personen mit Beeinträchtigungen, die sich informieren wollen, was der GdB bedeutet und inwiefern eine Einstufung unter oder über 50 für sie bedeutsam sein könnte. Aber auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dies wichtige Informationen, weil damit beispielsweise Fördermöglichkeiten verbunden sind. 
Von den 10,4 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung hatten 2019 insgesamt 7,6 Millionen eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 50 bis 100 und knapp 2,8 Millionen eine leichtere Behinderung (Tabelle 1).

Tabelle1: Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung

Diese Tabelle zeigt die Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung aus 2019

Altersgruppe Menschen mit einer leichteren Behinderung
(GdB 20-40)
Menschen mit einer Schwer­behinderung
(GdB 50-100)
Insgesamt
  Anzahl Anteil Anzahl Anteil  
Alle Altersgruppen 2.776.000 26,8 % 7.587.000 73,2 % 10.363.000
Darunter im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre) 1.760.000 36,2 % 3.102.000 63,8 % 4.862.000
Darunter im Renten-Alter (65 Jahre und älter) 996.000 18,7 % 4.341.000 81,3 % 5.337.000

Dazu Projektleiterin Andrea Kurtenacker: „Rund um das Thema GdB erreichen uns viele Anfragen – sowohl von Menschen mit Behinderungen als auch von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die sich beispielsweise über Arbeitsplatzanpassungen und Fördermöglichkeiten informieren möchten. Dies haben wir zum Anlass genommen, ein Erklärvideo zu veröffentlichen, das zeigt, wie man sich bei REHADAT leicht, umfassend und aktuell über alles Wesentliche zum GdB informieren kann.“

Der direkte Link zum Video: www.rehadat-recht.de/rechtsprechung/feststellungsverfahren/erklaervideo-gdb 

30.08.2021 | In letzter Zeit neu eingestellt:

Aktuelle Projekte mit Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Logo REHADAT-Forschung

Wir möchten Sie auf sechs aktuelle Projekte zum Nachlesen aufmerksam machen, die wir in letzter Zeit im Forschungsportal von REHADAT eingestellt haben.

Alle Projekte werden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert, die ersten Fünf mit Mitteln aus dem Ausgleichsfond für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, das letzte Projekt mit Zuwendung aus dem Nationalen Aktionsplan zur Behindertenpolitik und Teilhabebericht.

Mit Klick auf die Titel gelangen Sie direkt zu den Projektbeschreibungen in REHADAT-Forschung:

BEMpsy: Digital einfach machen – Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben durch betriebliches Eingliederungsmanagement unter besonderer Berücksichtigung psychischer Störungen
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin | GAW gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden mbH
Abschluss: 30.09.2023

Entwicklung von E-Learning-Elementen für das modulare Informations- und Bildungsangebot der BIH
Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) | CW Haarfeld
Abschluss: 31.12.2025

REHADAT
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Abschluss: 30.06.2025

EMPLOY - Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit hörsehbehinderter und taubblinder Menschen im Arbeitsleben
Universität zu Köln, Arbeitsbereich Pädagogik und Didaktik hörgeschädigter Menschen
Abschluss: 31.03.2025

BfA - Gelingensbedingungen der Inanspruchnahme gestalten und teilen
Berufsförderungswerk Bad Wildbad gGmbH | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt | Justus-Liebig-Universität Gießen | Josefsheim Bigge | Heinrich-Haus Neuwied | RDJ Rummelsberger Dienste für junge menschen gGmbH | Thyssenkrupp Rasselstein GmbH | Pflegeeinrichtungen Bistum Eichstätt
Abschluss: 31.08.2023

LIVE - Lokal Inklusiv Verein(tes) Engagement
Special Olympics Deutschland e.V.
Abschluss: 31.12.2023

23.08.2021 | Netzwerke verbessern Teilhabe

BAR-Veranstaltung für Reha-Träger in Sachsen-Anhalt

Logo der BAR - Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation: ein roter Pfeil nach oben in einem roten Kreis

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) veranstaltet am 14. September 2021 eine regionale Netzwerkveranstaltung für Reha-Träger in Magdeburg. Die Veranstaltung ermöglicht den Austausch mit anderen Ansprechpersonen anderer Trägerbereiche und Beratungsstellen. So sollen Netzwerkstrukturen aufgebaut und gestärkt werden.

Im Zuge der Novellierung des SGB IX hat die Zusammenarbeit zwischen den Rehabilitationsträgern, aber auch mit weiteren Akteuren der Rehabilitation, an Bedeutung gewonnen. Neue Verfahrensregeln wie die Turbo-Klärung, Beteiligung anderer Träger, Teilhabeplanung, Teilhabekonferenz, eine neue Beratungsstruktur in Verbindung mit engen Fristen für alle Träger, machen die Vernetzung untereinander notwendig. 

Mehr Informationen: www.bar-frankfurt.de

18.08.2021 | Benachteiligung verboten!

15 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Ein weißes Paragrafenzeichen in einem blauen Kreis

Vor 15 Jahren, am 18.08.2006, ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten. 

Das AGG regelt u.a., dass niemand aufgrund einer Behinderung im Sinne des SGB IX benachteiligt werden darf. Dabei wird nicht nach dem Grad der Behinderung (GdB) unterschieden. Der gesetzliche Schutz bezieht sich also nicht nur auf schwerbehinderte Menschen. 

Das AGG regelt den Schutz vor Diskriminierung in zwei Anwendungsbereichen: dem Arbeitsrecht (Beschäftigung und Beruf) und dem Zivilrecht (Alltagsgeschäfte wie Einkäufe, Gaststätten- oder Diskothekenbesuche, Wohnungssuche sowie Versicherungs- und Bankgeschäfte).

In REHADAT finden Sie: Literatur zum Gesetzestext des AGG, Kommentierungen, Leitfäden und Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie die Besprechung wichtiger Urteile zum Diskriminierungsschutz: www.rehadat-literatur.de

Außerdem: Urteile zu Benachteiligungen aufgrund einer Behinderung im Beschäftigungs- bzw. Arbeitsverhältnis oder bei der Arbeitsplatzsuche: www.rehadat-recht.de

 

 

17.08.2021 | Studienabbruch mit Behinderung

Uni Kassel startet Studie

Ein Mensch in einem elektrischen Rollstuhl in einen  Hörsaal

Wieso brechen Studierende mit Behinderung oder chronischen Krankheiten häufiger ihr Studium ab? Welche Präventionsmaßnahmen greifen bereits? Und welche weiteren Maßnahmen und Nachteilsausgleiche könnten helfen? Eine neue Studie der Universität Kassel, die im Verbund verschiedener Fachgebiete entsteht, widmet sich diesen Fragen. Sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit ca. 583.000 Euro gefördert.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren die Wirksamkeit des Nachteilsausgleichs bei Prüfungen, von psychosozialer Beratung, Gesundheitsförderung, behinderungsbezogenen Sozialleistungen und sozialen Netzwerken von Studierenden auf den Studienerfolg bzw. Studienabbruch.

Für die Studie sollen Ende des Wintersemesters 2021/2022 alle knapp 25.000 Studierenden der Universität Kassel befragt werden. Eine zweite Befragung ist zu einem weiteren Messzeitpunkt geplant. Parallel dazu läuft drei Jahre lang eine rechts-soziologische Analyse.

Mehr Informationen: www.uni-kassel.de

 

 

12.08.2021 | Arbeiten Hand in Hand

Kollaborierender Roboter unterstützt schwerbehinderte Beschäftigte

Ein Ford-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Kobot-Roboter

Der deutsche Automobilhersteller Ford hat die Einrichtung eines kollaborierenden Roboters erfolgreich abgeschlossen. Nach rund einem Jahr Forschung, Entwicklung, Mitarbeiterschulung und Trockenläufen arbeitet der so genannte Kobot, ein Wortspiel aus kollaborierend (zusammenarbeitend) und Roboter, nun taktgebunden im Linienfluss im Kölner Motorenwerk des Automobilherstellers. 

Dort setzt er gemeinsam mit seinem menschlichen Partner VCT-Magnetspulen in einen Öler ein, nimmt die Magnetspulen anschließend auf und presst sie in den Stirndeckel des Motorblocks. Diese Arbeit erfordert große Eindruckkräfte, die selbst für gesunde Arbeitende auf Dauer belastend sein können, und die nun der Kobot für den Menschen übernimmt. Bei den menschlichen Partnern handelt es sich um Beschäftigte mit Schulter- und Handgelenkproblemen. So konnte ein Arbeitsplatz für zwei Beschäftigte mit Schwerbehinderung geschaffen werden.

Ford, die Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule in Aachen (RWTH) sowie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) forschten rund ein Jahr lang an dieser neuen Einsatzmöglichkeit für einen kollaborierenden Roboter. Das vom LVR mit 372.000 Euro geförderte Modellprojekt hatte das Ziel, den Roboter dergestalt in eine Fertigung einzubauen, dass ein schwerbehinderter Mensch sich einen Arbeitsplatz mit einem Roboter teilt. 

Das Besondere daran ist die Konfiguration des Roboters, so dass er mit dem Menschen interaktiv „Hand in Hand“ arbeitet und nicht durch eine trennende Schutzeinrichtung, wie z.B. einen Maschinenschutzzaun, getrennt sein muss. Neben der exakten Programmierung des Roboters war auch eine intensive Schulung der Beschäftigten nötig, damit sie einerseits die „Scheu“ vor diesem Kobot ablegen, zum anderen trotzdem noch die nötige Vorsicht walten lassen. Roboter werden seit vielen Jahrzehnten in der Automobilindustrie eingesetzt, allerdings zumeist als überdimensional große Maschinen, die hinter Schutzvorrichtungen arbeiten oder als autonome Fahrroboter, die Materialien transportieren. In diesem Fall bestand die Herausforderung darin, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sowohl die Voraussetzungen der taktgebundenen Fertigung, die Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt sind.

Hier finden Sie ein Video: https://bcove.video/3jA0xaA