News 5

17.12.2018 | Studie zur Schwerbehindertenvertretung

Erste Ergebnisse der Online-Umfrage

Logo der Universtiät zu Köln

Die ersten Ergebnisse einer deutschlandweiten Online-Befragung zu den Tätigkeitsfeldern und den Ressourcen von Schwerbehindertenvertretungen liegen vor, z.B.:

Was sind zentrale Merkmale der SBV?

  • Rund 60 % der Vertrauenspersonen sind männlich und etwa 40 % sind weiblich.
  • Rund 55 % sind zwischen 51 und 60 Jahre alt, über 20 % zwischen 41 und 50.
  • Rund 73 % der Vertrauenspersonen sind selbst schwerbehindert oder gleichgestellt.
  • Rund 47 % der Vertrauenspersonen sind Mitglied einer Gewerkschaft.
  • Rund 44 % der Befragten arbeiten sowohl als SBV als auch als Betriebs-/Personalrat.

Was tut die SBV?

  • Etwa 12 % der Arbeitszeit verwenden Vertrauensperson „auf sich selbst“, zum Beispiel sich bei den Beschäftigten bekannt machen, sich Wissen aneignen oder Arbeitsmittel organisieren.
  • Rund 22 % verwendet die SBV auf den Arbeitgeber, zum Beispiel auf die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen.
  • Ebenfalls rund 22 % entfallen auf sonstige Akteure und Tätigkeiten, zum Beispiel Mitwirkungen an Sitzungen und Ausschüssen.
  • Etwa 43 % ihrer Zeit verwendet die Vertrauensperson direkt auf ihre Zielgruppe, also auf behinderte Menschen, Gleichgestellte und solche, die im Antragsprozess sind.

Weitere Fragen, die beantwortet wurden, sind diese: Mit wem arbeitet die Schwerbehindertenvertretung zusammen? Welche Ressourcen hat die SBV? Ist die Arbeit als SBV erfolgreich? Welche Herausforderungen gibt es? Die Antworten finden Sie hier: www.integrationsaemter.de

Die Befragung wurde vom Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln in Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie durchgeführt im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen.

17.12.2018 | Gute Beispiele für Wiedereingliederung gesucht

BGN-Integrationspreis 2019

Zwei Männer arbeiten zusammen in einem Büro - einer sitzt im Rollstuhl

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) prämiert außergewöhnliches betriebliches Engagement von Unternehmen, die insbesondere Schwerstverletzten nach Arbeitsunfällen und Berufserkrankten eine erfolgreiche Wiedereingliederung ins Erwerbsleben ermöglichen oder maßgeblich erleichtern.

Unternehmen können sich noch bis zum 31.01.2019 für den Preis bewerben.

Mehr Informationen finden Sie hier: versicherung.portal.bgn.de

11.12.2018 | Aktuelle Ausgabe veröffentlicht:

REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Header vom REHADAT-Newsletter

Heute haben wir die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache in der Ausgabe 6/2018 veröffentlicht. Sie finden darin diese Themen:

  • REHADAT mit neuer Internet-Seite
  • Projekt Leicht.Bewerben
  • Neue App zur Teilhabe-Beratung
  • Film-Tipp 1: Mit Behinderung auf dem dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten
  • Film-Tipp 2: Qualifizierung als Gruppen-Assistent in der WfbM
  • Lese-Tipp in Leichter Sprache: Neues Heft über die soziale Sicherung in Deutschland
  • Wörter in Schwerer Sprache

Hier können Sie die Neuigkeiten im Internet lesen: www.rehadat.de

06.12.2018 | Qualifizierung in der Berufsbildung für behinderte Menschen

Kooperation zwischen BIBB und israelischen Berufsbildungsexperten

Logo BIBB

Im Rahmen einer neu gestarteten Projektkooperation zum Thema „Qualifizierung von Berufsbildungspersonal für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung“ haben sich Ende November das deutsche Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit israelische Berufsbildungsexperten getroffen. Die Kooperation war im Sommer 2018 mit einer Study Tour angelaufen - jetzt wurden erste Ergebnisse besprochen.

Zum Beispiel wurde der aktuelle Istzustand in den Ländern verglichen. Wichtige Fragen waren hierbei: Welches Personal qualifiziert im jeweiligen Land behinderte Menschen? Wie sehen die jeweiligen Herkunftsprofessionen aus? Wer hat welche spezielle Zusatzqualifikation? Gibt es übertragbare Erfolgsbeispiele?

In einem zweiten Schritt soll jetzt u.a. erarbeitet werden, wie man voneinander lernen kann und wie die Veränderungen in den Arbeitsprozessen der Betriebe einerseits und den besonderen Belangen behinderter Menschen andererseits sich auf die Berufsbildung auswirken sollten.

Zie ist es, mehr behinderte Menschen in berufliche Bildung und Beschäftigung zu bekommen und ihnen damit Teilhabe an diesen beiden wichtigen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen und zugleich die Betriebe mit sehr gut qualifizierten Mitarbeitern zu unterstützen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.bibb.de

05.12.2018 | Positive Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Aktion Mensch veröffentlicht Inklusionsbarometer

Deckblatt Inklusionsbarometer

Die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt folgt weiter dem positiven Trend: Das zeigt das Inklusionslagebarometer, welches das Handelsblatt Research Institute im Auftrag von Aktion Mensch im November 2018 veröffentlicht hat.

Erneut sinkt die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung auf ein Rekordtief von 162.373 (Vorjahr: 170.508) Suchenden. Gleiches gilt für die Arbeitslosenquote Schwerbehinderter, sie liegt bei 11,7 (12,4) Prozent. Es bleibt dennoch wichtig, die Problemfelder auszumachen und hierfür Lösungen zu schaffen. Denn: Der Abstand zur allgemeinen Quote (5,7 Prozent) der Menschen ohne Behinderung hat sich in diesem Jahr erstmals wieder vergrößert.

Das Handelsblatt Research Institute erstellt das "Inklusionsbarometer Arbeit" jährlich im Auftrag der Aktion Mensch. Es ist ein Instrument zur Messung von Fortschritten bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

In der Ausgabe 2018 wertet die Studie vorhandene statistische Daten zu schwerbehinderten Menschen aus, zum Beispiel die Beschäftigungsquote, die Arbeitslosigkeit, Anträge auf Kündigung und die Besetzung von Pflichtarbeitsplätzen.

Hier geht es zum Inklusionsbarometer 2018: www.aktion-mensch.de